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Tiroler Forscherin untersucht Chikungunya-Impfstoff in Afrika

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Das Chikungunya-Virus wird von Stechmücken übertragen
Die zunehmende Ausbreitung des Chikungunya-Virus hat ein internationales Forscherteam dazu bewogen, die Sicherheit und Wirksamkeit des in Europa bereits zugelassenen Impfstoffs in Afrika zu untersuchen. Unter der Leitung der Virologin Gisa Gerold von der Medizinischen Universität Innsbruck wurde ein von der Europäischen Union mit 14 Millionen Euro gefördertes Projekt gestartet. Gerold betonte die Wichtigkeit, im Falle eines Ausbruchs rasch impfen zu können.

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Das Chikungunya-Virus zirkuliert in Afrika und führt dort wiederholt zu Ausbrüchen, schilderte die Wissenschafterin am Dienstag in einer Aussendung. Doch dort sei der Impfstoff, der vom Wiener Unternehmen Valneva entwickelt und in Europa auch zugelassen wurde, noch nicht lizenziert. "Wir möchten erreichen, dass im Falle eines großen Ausbruchs in Afrika so schnell wie möglich eine Impfkampagne erfolgen kann", nannte Gerold ihre Ziele.

Dafür wird der Impfstoff nun erstmals in jenen Ländern getestet, in denen das Virus seit Langem vorkommt. Zudem werden Technologien zur Charakterisierung der Immunantworten eingesetzt und etwa generierte Antikörper und mögliche Kreuzreaktionen mit verwandten Alphaviren mittels Elektronenmikroskopie analysiert, hieß es. So lasse sich abschätzen, ob der Impfstoff auch gegen andere Alphaviren einsetzbar wäre. Darüber hinaus ist neben der klinischen Studie ein Technologietransfer zwischen Afrika und Europa vorgesehen, um die Impfstoffproduktion langfristig zu einem leistbaren Preis vor Ort zu sichern.

Im Rahmen des EU-Projekts "European-African Vaccine Initiative" (EAVI) werden in den kommenden fünf Jahren europäische und afrikanische Partner zusammenarbeiten, um Chikungunya sowie andere Infektionskrankheiten zu bekämpfen. Im von Gerold koordinierten Projekt arbeitet ein Konsortium aus sieben Partnerinstitutionen in Kenia, der Schweiz, Schweden, Spanien und dem Impfstoffunternehmen Valneva zusammen.

Das Chikungunya-Virus, das von Stechmücken wie der Tigermücke übertragen wird, löst unter anderem Gelenkschmerzen aus, die oft lähmend sind und über Wochen bis Jahre anhalten können. Im Jahr 2004 begann sich die Krankheit rasch auszubreiten. Seither wurde Chikungunya in mehr als 110 Ländern in Asien, Afrika, Europa und Amerika nachgewiesen. Im Vorjahr gab es beispielsweise auf der zu Frankreich gehörenden Insel La Réunion vor Madagaskar einen größeren Ausbruch. Die Impfung wird als Einmaldosis verabreicht und ist in Österreich für Reisende in Endemiegebiete empfohlen. Laut Gerold sorgt die klimabedingte Erwärmung auch in unseren Breiten für eine Zunahme der Asiatischen Tigermücke, wodurch das Risiko von Ausbrüchen steigt.

(FILES) An Aedes aegypti mosquito is seen through a microscope at a laboratory of the Center for Parasitological and Vector Studies (CEPAVE) of the national scientific research institute CONICET, in La Plata, Buenos Aires Province, Argentina, on March 26, 2024. Mosquitoes are the world’s deadliest animals, killing hundreds of thousands of people each year by spreading diseases such as malaria, dengue, yellow fever, chikungunya and Zika. As climate change extends mosquito habitats and lengthens breeding seasons, health experts warn the insects are moving into new regions, raising the risk of future outbreaks. Scientists are also searching why mosquitoes target some people more than others. (Photo by Luis ROBAYO / AFP)

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