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Tirol will mit Pilotprojekt bessere Diabetes-Behandlung etablieren

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©APA, dpa-Zentralbild, Jens Kalaene
In Tirol soll die Versorgung von Diabetes-mellitus-Typ-2-Patientinnen und -Patienten besser aufgestellt werden. Mittlerweile seien rund 70.000 Menschen betroffen und daher handelt es sich um "eine der größten gesundheitlichen Aufgaben im 21. Jahrhundert", sagte Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) am Mittwoch. Im Bezirk Kufstein wurde im Jänner ein Pilotprojekt gestartet, in dem eine integrierte Versorgung die Vorsorge, Behandlung und Betreuung verbessern soll.

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Die im Raum Kufstein wohnenden Patientinnen und Patienten werden dabei zunächst über ihre niedergelassenen Ärzte und die Diabetesambulanz in ein neues Beratungs- und Behandlungsnetzwerk aufgenommen. Dort erfolgen Diabetes- und Ernährungsberatungen, Gruppenschulungen und telemedizinische Folgeberatungen. Das vom Landesinstitut für Integrierte Versorgung (LIV) durchgeführte Projekt hat vorerst eine Laufzeit von zwei Jahren, die dafür benötigten 400.000 Euro werden vom Land Tirol und der Sozialversicherung geteilt.

"Dieses Pilotprojekt ist einzigartig in Österreich. Es bietet ein engmaschiges Netzwerk aus Medizin, Beratung und Prävention", meinte Hagele in einer Aussendung. Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen auf andere Bezirke ausgeweitet werden und in ein "dauerhaftes integriertes Versorgungsprogramm münden", hieß es. Die "zentrale Basis" soll dafür das Diabetesregister Tirol bilden.

Der aktuelle Jahresbericht des Diabetesregisters zeigte indes, dass die familiäre Vorbelastung bei der chronischen Erkrankung eine Rolle spielt. Die anderen Faktoren - wie Fehlernährung und Bewegungsmangel - seien dagegen beeinflussbar. Für das Jahr 2024 meldeten zwölf teilnehmende Tiroler Krankenhausabteilungen und internistische Praxen knapp 5.400 erwachsene Patientinnen und Patienten, davon zwei Drittel mit Diabetes mellitus Typ 2.

ILLUSTRATION - 26.04.2011, NA, Berlin: Wie steht es um den Blutzucker? Der Piks in den Fingern gehört für viele Diabetiker zum Alltag, um Entgleisungen rasch zu erkennen und Insulin richtig dosieren zu können. (zu dpa: «Leitlinie: Autofahren ist für Diabetiker heute viel sicherer») Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa-tmn +++ dpa-Bildfunk +++

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