News Logo
ABO

Roter Fingerhut hilft bei Herzschwäche

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
1 min
++ ARCHIVBILD ++ Ein Allrounder: Der Rote Fingerhut
©APA, Patrick Pleul, dpa-Zentralbild
Seit mehr als 200 Jahren angewendet, jetzt erstmals auch wissenschaftlich bewiesen: Ein Wirkstoff aus dem rotem Fingerhut hilft bei Herzschwäche. Das bestätigten Forscher in zehnjähriger Arbeit an einer klinischen Studie mit mehr als 1200 Patienten, bei der sie den Wirkstoff auf seine Sicherheit und Wirksamkeit hin untersuchten, wie die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) am Freitag berichtete.

von

Seit mehr als 200 Jahren wird der Stoff Digitalis aus den Blättern des roten Fingerhuts zur Behandlung der Herzschwäche eingesetzt. Zu dieser Wirkstoffgruppe der Herzglykoside zählt auch das Medikament Digitoxin. Jetzt konnten die Forscher demnach auch wissenschaftlich einwandfrei nachweisen, dass Digitoxin einen deutlich positiven Effekt bei einer Herzschwäche aufgrund einer verminderten Pumpfunktion und einer unzureichenden Entleerung der linken Herzkammer hat.

Eine Zusatztherapie mit Digitoxin verringert bei Patientinnen und Patienten mit solch einer fortgeschrittenen Erkrankung demnach die Sterblichkeit und die Zahl der Krankenhausaufenthalte wegen Herzschwäche. Die Ergebnisse wurden in der medizinischen Fachzeitschrift "New England Journal of Medicine" veröffentlicht.

Atemnot, geringe Belastbarkeit, Wassereinlagerungen bis hin zur Unbeweglichkeit und schweren Herzrhythmusstörungen sind die Folge von chronischer Herzschwäche oder Herzinsuffizienz. Die Erkrankung ist eine der häufigsten Ursachen dafür, dass Menschen ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen oder sogar an den Folgen sterben.

SIEVERSDORF - DEUTSCHLAND: ++ ARCHIVBILD ++ (ARCHIVBILD VOM 6.6.2019) - FOTO: APA/APA/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab 20,63€
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER