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Jährlich erkranken in Österreich rund 1.500 Menschen an Blasenkrebs. Die meisten Betroffenen sind zwischen 70 und 75 Jahre alt. Lange war die Behandlung der Erkrankung in fortgeschrittenen Stadien durch Chemotherapie mit Entfernung der Harnblase sowie durch deutliche Einschränkungen der Lebensqualität und ein meist niedriges Langzeitüberleben gekennzeichnet. In den vergangenen Jahren wurden jedoch enorme Fortschritte in der Therapie erzielt, wurde erläutert.
Ein neuer Therapieansatz, der eine zielgerichtete Therapie mit Immuntherapie kombiniert, kann zum Verschwinden des Tumors auch in fortgeschrittenen Stadien in über 50 Prozent der Fälle führen. Die Forschungsinitiative "StrikeBC" ("Strategies to Individualize Treatment for Bladder Cancer") soll helfen, diese neuen Behandlungsansätze weiterzuentwickeln. "Unser Ziel ist es, die Behandlung bei Blasenkrebs so zu verbessern, dass sie sich stärker an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert und es weniger Einschränkungen für sie gibt", betonte Forschungsleiter Bernhard Englinger.
Langfristig gehe es darum, die Erkrankung besser kontrollierbar zu machen. "Wir wollen erreichen, dass die tödliche Krankheit Blasenkrebs in Zukunft geheilt werden kann. Unsere wegweisende Forschungsinitiative ist ein entscheidender Schritt in diese Richtung", erläuterte Englinger von der MedUni Wien. Untersucht werden Patientinnen und Patienten in unterschiedlichen Krankheitsstadien, die ab Juni 2026 die Diagnose Blasenkrebs erhalten.
"Blasenkrebs ist eine sehr heterogene Erkrankung, bei der Patientinnen und Patienten unterschiedlich auf Therapien reagieren. Mit 'StrikeBC' wollen wir besser verstehen, welche Behandlung für wen am besten geeignet ist, um unnötige Belastungen zu vermeiden und die Therapie gezielter einzusetzen", sagte Shahrokh Shariat, Sprecher des ACCN und ärztlicher Studienleiter an der MedUni Wien.
++ THEMENBILD ++ Illustration zu den Themen Pension/Pensionsanpassung/Inflation/Teuerung/Altersarmut. Im Bild: Ein Mann im Pensionsalter, aufgenommen am Freitag, 12. September 2025, in Wien.






