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Rätsel um Flugpionierin Amelia Earhart bleibt vorerst ungelöst

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1937 bei Erdumrundung über Pazifik verschwunden
©STAFF, Afp, APA
Das Rätsel um das Verschwinden der Flugpionierin Amelia Earhart bleibt vorerst ungelöst. Eine Expedition auf einer abgelegenen Insel in der Südsee sollte eine neue Spur zu ihrem verschollenen Flugzeug verfolgen. Doch die vermeintlichen Wrackteile entpuppten sich als angespülte Baumstämme, wie Wissenschafter der Purdue University in den USA mitteilten. Die Pilotin war am 2. Juli 1937 bei ihrem Versuch, als erste Frau die Erde zu umrunden, über dem Pazifik verschwunden.

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Earhart verschwand in einem silbernen Doppelmotor-Flugzeug zusammen mit ihrem Navigator Fred Noonan. Seitdem ranken sich Spekulationen um das Schicksal der damals 39-Jährigen.

Purdue-Forscher waren Anfang Oktober zusammen mit einem Team der gemeinnützigen Organisation Archaeological Legacy Institute (ALI) zum winzigen Nikumaroro-Atoll im Inselstaat Kiribati aufgebrochen, etwa auf halber Strecke zwischen Hawaii und Australien. Hier wollten sie eine auffällige Struktur auf Satellitenbildern untersuchen, das sogenannte Taraia-Objekt. Die Universität Purdue war Earharts einstige akademische Heimat.

Lange wurde angenommen, dass das Objekt, das in der Lagune des Atolls liegt, Earharts Flugzeug sein könnte. Die Maße stimmten, ebenso wie die Form. Die nun vor Ort gesammelten Beweise bestätigten aber, "dass die 2020 erstmals auf Satellitenbildern sichtbare visuelle Anomalie wahrscheinlich eine Ansammlung großer Bäume war, die sich entlang der Sandbank der Halbinsel abgelagert hatten", berichtete die Purdue University. Die vermeintlich metallisch glänzende Oberfläche erwies sich demnach als verfestigter Korallensand.

Die Forscher verbrachten insgesamt sieben Tage in der Nähe des Atolls, darunter vier Tage mit Untersuchungen an Land. Dabei entdeckten sie verschiedene Artefakte, darunter ein rund 76 Zentimeter langes Stahlrohr in der Lagune. Die Funde sollen weiter analysiert werden.

Die neue Expedition habe zwar keinen direkten Beleg für Earharts Anwesenheit auf Nikumaroro liefern können, bekräftige aber die sogenannte Schiffbrüchigen-Hypothese, betonten die Forscher. Demnach stürzten Earhart und Noonan nicht unmittelbar ins Meer, sondern landeten auf dem Riff des abgelegenen Atolls und strandeten dort.

Für diese Theorie werden unter anderem historische Funkpeilungen, Fotos, Satellitenbilder sowie auf der Insel gefundene Gegenstände angeführt. Dazu zählen ein Damenschuh, ein Etui, ein Gefäß für Sommersprossencreme und eine Arzneiflasche aus den 1930er-Jahren.

Auch menschliche Knochen, die 1940 auf Nikumaroro entdeckt wurden, werden in diesem Zusammenhang diskutiert. Eine Analyse aus dem Jahr 2018 kam zu dem Schluss, dass sie wahrscheinlich von einer Frau mit Earharts Körpergröße stammen.

Die Purdue University kündigte an, die Suche fortzusetzen. Die Expedition habe zwar nicht das Flugzeugwrack gefunden, aber dennoch neue Erkenntnisse geliefert. "Amelia Earhart gab niemals auf – sie ging immer wieder über Grenzen hinaus und wagte sich ins Unbekannte", sagte Expeditionsteilnehmer Steve Schultz. "Dieser unbändige Entdeckergeist treibt auch unsere Suche an. Sie flog immer weiter – und wir werden weitersuchen."

( S E R V I C E - Archaeological Legacy Institute zum Taraia-Objekt: https://dpaq.de/Zy6JVAS - Purdue University zur Expedition: https://dpaq.de/9qS9a9D )

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