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Damit sei "absolut sichere Kommunikation von A nach B möglich", strich der Vizerektor für Forschung der Universität Innsbruck, Gregor Weihs, vor Journalisten heraus. Quanteninformation zu senden und zu empfangen, bedeute schließlich, dass man es mit einer "zufälligen Folge von Einsen und Nullen" zu tun bekomme, die von niemandem sonst verwendet würde.
Das mit einem ein Meter großen Spiegel ausgestattete Teleskop am Hafelekar auf rund 2.300 Metern Seehöhe hätte zudem noch weitere Vorzüge, denn es sei "vollkommen ferngesteuert" sowie in dieser Form aufgrund der relativen Stadtnähe weltweit einzigartig, betonte Weihs. Tatsächlich wirkt das Teleskop umgeben von Schnee und Gipfeln einigermaßen futuristisch und auch äußerst urban. Ganz in einem dunklen Grau gehalten und auf einer leichten Anhöhe stehend, ist es ein Blickfang und fügt sich doch einigermaßen organisch in die schroffe Berglandschaft ein.
Aktuell arbeite man noch an der "letzten Meile", führte Weihs aus. "Das bedeutet, dass das Glasfasernetz dann bald bis auf das Hafelekar herauf reicht", was das Senden von Daten "ins Tal und ins Labor" noch weiter vorantreibe.
Das geografische "Alleinstellungsmerkmal" von "Marietta Blau" betonte auch Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP). "Hier bringt die Universität Innsbruck Grundlagenforschung mit einer Zukunftstechnologie in Verbindung", betonte der Landeshauptmann bei dem Pressegespräch. Der Berg sei in diesem Fall auf besondere Weise mit der Stadt verbunden, hob Mattle hervor. Mit dieser Zukunftstechnologie gelinge es bestenfalls "noch weiter über den Tellerrand hinaus zu schauen".
In dieselbe Kerbe schlug Innsbrucks Bürgermeister Johannes Anzengruber (JA - Jetzt Innsbruck). Mit der quantenoptischen Bodenstation "Marietta Blau" könne es der Tiroler Landeshauptstadt gelingen, "einen Quantensprung voraus zu sein", sagte Anzengruber. Der Wissenschaftsstandort Innsbruck werde jedenfalls mit der Bodenstation noch weiter forciert. "Bereits jetzt ist Innsbruck aber ein wichtiger Standort der Quantenphysik", erklärte der Bürgermeister.
Mit "Marietta Blau" werde nunmehr "Wissenschaft auf ein neues Niveau gehoben", sagte schließlich Stefan Hanslik, Leiter der Abteilung Grundlagenforschung (MINT) und Forschungsinfrastruktur im Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung. "Exzellente Grundlagenforschung trifft auf die Technologie von morgen", hielt Hanslik fest. Es handle sich dabei "um Technologie mit enormem Potenzial", sei deshalb auch Teil der "Industriestrategie" der schwarz-rot-pinken Bundesregierung und steuere wichtige Impulse zur "sicheren Kommunikation bei".






