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Mit dem SMILE-Satelliten ("Solar Wind Magnetosphere Ionosphere Link Explorer") will die Europäische Raumfahrtbehörde ESA in Kooperation mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) herausfinden, wie das magnetische Schutzschild der Erde auf den Sonnenwind reagiert, was genau hinter den Polarlichtern steckt und wie sich Phänomene wie etwa geomagnetische Stürme auf Satelliten, elektronische Geräte, Navigationssysteme, Flugverkehr und Stromnetze auf der Erde auswirken. Solche Weltraumwetterereignisse will man mithilfe des Satelliten künftig vielleicht sogar vorhersagen können.
Mit an Bord ist auch Technologie aus Österreich. SMILE ist mit vier wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet: einer Röntgenkamera, einer Ultraviolettkamera, einem Ionenspektrometer und einem Magnetometer. Die gesamte Hardware für den Steuercomputer der Röntgenkamera wurde dabei von einem Team des Instituts für Weltraumforschung (IWF) in Graz, das interessierte Frühaufsteher auch zu einem Launch Event ans Institut einlädt, geliefert. Dort wurde die Datenverarbeitungseinheit - bestehend aus in Graz selbst gebauten Elementen und aus Teilen von Lieferanten - auch getestet, zum Beispiel auf Erschütterungen und auf elektromagnetische Empfindlichkeit. Das niederösterreichische Unternehmen Space-Lock lieferte einen Haltemechanismus für die Röntgenkamera, und die Software für den Steuercomputer der Röntgenkamera kam vom Institut für Astrophysik der Universität Wien.
(S E R V I C E - ESA-Website zum Launch: https://go.apa.at/sD2qVKF9 ; unter https://watch.esa.int/ kann man sich den für 5.52 Uhr geplanten Start live ansehen; Launch-Event am IWF Graz: https://go.apa.at/9L1oWCtB )
A logo of the European Space Agency (ESA) is seen at the 73rd International Astronautical Congress, held at the Paris Convention Centre in Paris, on September 18, 2022. The 73rd International Astronautical Congress runs from September 18, 2022 to September 22, 2022. (Photo by Emmanuel DUNAND / AFP)






