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Planungshilfe für Europa für wirksamen Naturschutz

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Es geht auch um bedrohte Habitate
©APA, dpa, Sina Schuldt
Der Erhalt biologischer Vielfalt und Naturschutz stehen ab Montag bei der 17. Biodiversitätskonferenz ("CBD COP 17") im armenischen Jerewan im Fokus. Dort wird geprüft, wie weit die Vertragsstaaten bei der Umsetzung des 2022 verabschiedeten "Kunming-Montreal-Rahmenwerks für globale biologische Vielfalt" vorangekommen sind. Drei der formulierten 23 Ziele betreffen dabei gebietsbezogene Schutzmaßnahmen. So sollen etwa 30 Prozent der Land- und Meeresflächen bis 2030 durch ein ökologisch repräsentatives und gut vernetztes System von Schutzgebieten bewahrt werden. Auch die EU plant die Schaffung eines "Transeuropäischen Naturnetzwerks". Wie hier der wirksame Schutz - auch grenzüberschreitend - angesetzt werden kann, dafür erarbeitete ein Team von 22 Partnerinstitutionen aus zwölf Ländern im Rahmen des vom Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) koordinierten vierjährigen EU-Projektes "NaturaConnect" (auch mit Boku Wien) Grundlagen und Planungstools.

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Debatten um andere Herausforderungen setzen die Naturschutzpolitik unter Druck, sagte Carla Freund, IIASA-Expertin für Naturschutz jüngst bei einer von "Diskurs - Das Wissenschaftsnetz" organisierten Online-Pressekonferenz. Es gebe eine große Finanzierungslücke mit Blick auf den geschätzten Bedarf. Das nun abgeschlossene EU-Projekt will aufzeigen, wo Naturschutz das größte Nutzenpotenzial hat. Es biete Regierungen eine gemeinsame Basis für grenzüberschreitende Koordination statt isolierter nationaler Planung. Schon eine Ausweitung des Schutzes der europäischen Landfläche von derzeit 25 Prozent auf 30 Prozent nach dem im Projekt entwickelten "Bauplan" hätte deutliche Effekte, so IIASA-Forscher Martin Jung: Zum Beispiel würde "die Habitatsrepräsentation von 49 Prozent in den derzeitigen Schutzgebieten auf 69 Prozent steigen, die Artenrepräsentation von 33 auf 45 Prozent". Die Projekt-Tools könnten zudem genutzt werden, um etwa Kandidatengebiete für grenzüberschreitende Schutzgebiete zu bewerten, so IIASA-Wissenschafter Piero Visconti.

In Österreich stehen zwar bereits rund 29,6 Prozent der Landesfläche unter Schutz, an der Qualität des Schutzes mangele es jedoch, so die Experten. Es gebe mehrere Gebiete im Süden und Westen, die von zusätzlichem Schutz profitieren würden. Auch beim Ziel des strengen Schutzes liege man noch weit zurück. Insbesondere Moore, Bergwälder und Feuchtwälder im Tiefland würden von strengem Schutz profitieren.

Service: https://naturaconnect.eu/

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