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Nichtkommerzieller Rundfunk hat demokratische Relevanz

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Nichtkommerzielle haben einen demokratischen Wert
©APA/APA/dpa/Christoph Schmidt
Der Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Uni Salzburg hat sich den nichtkommerziellen Rundfunksektor im Rahmen einer Studie näher angesehen. Diese kommt zu dem Schluss, dass es sich bei Okto, Dorf TV, Freies Radio Salzkammergut, oder auch FS1 nicht nur um alternative Programmanbieter handle. Der Sektor sei viel mehr "demokratisch relevante Medieninfrastruktur". Seine zentrale Leistung liege darin, demokratische Öffentlichkeit nicht nur abzubilden, sondern strukturell zu ermöglichen, heißt es in der Studie "Nichtkommerzielle Rundfunkveranstalter: Was sie tun und was sie leisten", die vom Fachbereich Medien der RTR in Auftrag gegeben wurde und für die 15 längere Interviews mit Vertretern aus der Branche geführt wurden.

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Die gesellschaftliche Wirkung entfalte sich dabei nicht über möglichst hohe Publikumszahlen, sondern über "aktivierende Reichweite". Diese beschreibt, Menschen in die Lage zu versetzen, selbst Öffentlichkeit zu gestalten und damit demokratische Handlungsfähigkeit zu entwickeln. Für medienpolitische und förderpolitische Entscheidungen bedeutet das laut den Studienautoren (Manuela Grünangerl, Felix Kramer, Josef Trappel), dass eine Bewertung sich nicht ausschließlich an der Reichweite bemessen darf. Gegenwärtig existiert der nicht-kommerzielle Rundfunkfonds, der mit 6,25 Mio. Euro an öffentlichen Mitteln pro Jahr dotiert ist. Medienminister Andreas Babler (SPÖ) hat angekündigt, die Medienförderung auf neue Beine zu stellen. Konkrete Auswirkungen auf einzelne Fördertöpfe sind noch nicht bekannt.

Service: Studie unter https://www.rtr.at/Studie_NKRF abrufbar

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