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Bei der Peritonealdialyse übernimmt das Bauchfell die Funktion einer natürlichen Filtermembran, über die Abfallstoffe und überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper entfernt werden, erklärte die Medizinische Universität Wien am Donnerstag in einer Aussendung. Trotz dieser etablierten Therapie sei die Behandlung häufig von schweren Begleiterkrankungen geprägt, die mit einer deutlich erhöhten Sterblichkeit verbunden seien. Eine zentrale Rolle spielen dabei chronische Entzündungen, die mit einer erhöhten Infektanfälligkeit sowie einem gesteigerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen.
Im Mittelpunkt des neuen Christian Doppler Labors stehen die als Metaflammation (metabolische Entzündung) zusammengefassten Krankheitsprozesse bei der Heimdialyse. Deren gesundheitsschädliche Auswirkung wurde bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus und Adipositas bereits intensiv wissenschaftlich untersucht, im Zusammenhang mit der Peritonealdialyse besteht jedoch hoher Forschungsbedarf, hieß es in der Aussendung.
"Unser Ziel ist es, die Mechanismen der Metaflammation zu entschlüsseln, um die wissenschaftliche Grundlage für neue therapeutische Strategien zu schaffen", sagte Rebecca Herzog von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien. Herzog wird das neue Labor leiten.






