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CO2 kann mittlerweile gut in flüssige Rohstoffe umgewandelt werden, sagte Simone Bachleitner vom Institut für Mikrobiologie und Mikrobielle Biotechnologie der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien: "Zum Beispiel in Methanol und Formiat." In Bioreaktoren produzieren Mikroben aus diesen Grundbausteinen etwa wertvolle Chemikalien und Enzyme. In diesem Fall wäre CO2 kein Problemstoff (als Treibhausgas, Anm.), sondern eine Ressource. "Wir könnten hier den Müll, den wir produzieren, nicht als Müll sehen, sondern als Ressource, die allerdings am falschen Platz ist", erklärte sie.
Die Mengen an Erdöl-Rohstoffen, die ersetzt werden müssen, wären freilich gigantisch. "Im Moment importieren wir Millionen von Tonnen von Erdöl, und das müssen wir irgendwie ersetzen", so Sauer.
Ein anderer wichtiger erneuerbarer Grundstoff ist Biomasse. "Sobald man Biomasse nutzt, hat das aber einen direkten Einfluss auf die Landnutzung", so Roland Ludwig vom Institut für Lebensmitteltechnologie der Boku und dem Excellence Cluster Bioengineering: "Palmöl ist zum Beispiel ein ganz wunderbares Öl, mit dem ich ganz viele Sachen machen kann, aber wenn ich den ganzen Regenwald abholze, um Palmöl zu produzieren, ist das natürlich nicht nachhaltig."
Derzeit kosten Produkte aus nachhaltigen Prozessen auch in fast hundert Prozent der Fälle mehr als solche von erdölbasierter Chemie, erklärte Ludwig. Dabei wären aber Nachfolgekosten wie die Umweltbelastung und gesellschaftliche Kosten nicht eingerechnet.
(S E R V I C E - Link zur Konferenz - https://boku.ac.at/oeffentlichkeitsarbeit/boku-future-conference)
ARCHIV - 27.11.2014, Brandenburg, Frankfurt (Oder): Die Morgensonne scheint hinter qualmenden Schornsteinen eines Blockheizkraftwerkes. Immer wieder neue Klimakonferenzen. Immer wieder neue Ziele zur CO2-Reduktion. Doch die Konzentration des Treibhausgases in der Atmosphäre steigt weiter deutlich. (zu dpa «Trauriger Rekord: CO2-Werte in der Atmosphäre steigen weiter») Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++.






