Eine neue Klasse von Sternenüberresten haben Forscherinnen und Forscher des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) identifiziert. Sie fanden bei zwei stellaren Überbleibseln fünf gemeinsame Eigenschaften, darunter Röntgensignale. Üblicherweise werden Röntgenstrahlen von einem Doppelstern-System emittiert, wenn ein Weißer Zwerg (der extrem dichte Überrest eines Sterns wie unserer Sonne am Ende seiner Lebenszeit) von seinem Begleitstern Material absaugt. Beide von der Gruppe um Ilaria Caiazzo am ISTA untersuchten Objekte - genannt "Gandalf" und "Moon-Sized" - haben allerdings keinen Begleitstern. Es handelt sich den Astrophysikern zufolge um "Verschmelzungsüberreste", die jeweils durch eine gewaltsame kosmische Kollision entstanden sind.
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Auch wenn "Moon-Sized" und "Gandalf" erhebliche Unterschiede etwa hinsichtlich Alter oder umgebendes Material aufweisen, haben sie fünf gemeinsame Eigenschaften: Sie sind beide ultramassiv, hochmagnetisch und schnell rotierend, existieren ohne Begleitstern und senden Röntgenstrahlen aus. "Normalerweise reicht ein Sternobjekt mit neuen Merkmalen aus, um nach ähnlichen Sternen zu suchen. Aber hier haben wir tatsächlich zwei Objekte mit fünf sich überschneidenden Merkmalen gefunden. Für eine neue Klasse von Sternüberresten ist das mehr als genug", erklärte Caiazzo in einer Aussendung.
Service: https://doi.org/10.1051/0004-6361/202556432 ; Studie auf arXiv: https://doi.org/10.48550/arXiv.2509.03216





