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Einfärbiges Licht lässt Brunnenlebermoos krumm wachsen

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Brunnenlebermoos wächst an Bachufern
©APA, Themenbild, Barbara Gindl
Brunnenlebermoos gedeiht in Österreich am Rand von Bächen und feuchten Mauern als flache, grüner Lappen (Thallus). Blaues Licht krümmt den Thallus allerdings nach oben und rotes Licht nach unten, berichtet der Wiener Pflanzenforscher Liam Dolan. Im normalen weißen Sonnenlicht sind beide Farben gleichermaßen vorhanden. Dadurch halten sich diese Effekte offensichtlich die Waage und den Moos-Thallus flach, berichtet er im Fachjournal "Current Biology".

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Der Forscher vom Gregor-Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) konnte die unterschiedlichen Krümmungsrichtungen nicht nur durch einfärbige Beleuchtung auslösen. Der Effekt zeigte sich auch, wenn er beim Brunnenlebermoos (Marchantia polymorpha) die Sensoren für rotes Licht (Phytochrome) oder blaues Licht (Phototropine) zerstörte. "Zusammengenommen deuten diese Daten darauf hin, dass die Phototropin-vermittelte Blaulicht- und die Phytochrom-vermittelte Rotlicht-Signalgebung die Wachstumsorientierung des Thallus gegengleich, modulieren, schrieb er mit Kolleginnen und Kollegen.

Service: http://doi.org/10.1016/j.cub.2026.03.008

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