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Monitoring alpiner Klimawandel-Gefahren gefordert

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Steigendes Risiko von Felsstürzen, Muren und Hochwasser
©FF-EISENTRATTEN, APA
Mit dem Klimawandel nehmen auch im Alpenraum die Naturgefahren zu. Mit steigenden Temperaturen, auftauendem Permafrost und zunehmenden Wetterextremen steigt das Risiko von Berg- und Felsstürzen, Murenabgängen und Überschwemmungen. Die Veränderungen wurden in Österreich bisher nicht systematisch überwacht. Nun sollen das zwei Programme des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz und Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) ändern.

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Wie Bundesminister Norbert Totschnig (ÖVP) am Freitag bei einem Medientermin im Salzburger Pinzgau betonte, investiere der Bund gezielt in Forschung, moderne Technologien und österreichweit abgestimmte Monitoringsysteme. "Damit schaffen wir fundierte Datengrundlagen, um Risiken besser einzuschätzen, bestehende Schutzmaßnahmen und technische Einrichtungen gezielt weiterzuentwickeln und unsere Regionen langfristig vor Naturgefahren zu schützen."

Mit "GeoMonitorAT" unter der Leitung der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) werde von 2026 bis 2030 erstmals ein bundesweit koordiniertes Monitoring- und Risikomanagement für große Massenbewegungen aufgebaut. Ziel sei die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Früherkennung und Beobachtung von kritischen Massenbewegungen wie Bergstürzen, Hangrutschungen oder Murgängen. Dabei werden Satellitendaten, Fernerkundung und lokale Messsysteme mit der Erfahrung der Wildbach- und Lawinenverbauung verbunden.

Das Projekt SedAlpAT (Sedimentmanagement alpiner Einzugsgebiete im Klimawandel) schaffe wiederum eine österreichweit einheitliche Grundlage, um Sedimentprozesse in alpinen Einzugsgebieten besser zu verstehen, Entwicklungen abzuschätzen und Schutzmaßnahmen vorausschauend ausrichten zu können.

"Der Klimawandel verändert die Gefahrenlage in unseren Alpen und stellt uns beim Schutz der Bevölkerung und unserer Lebensräume vor immer größere Herausforderungen. Durch zunehmende Starkniederschläge und Veränderungen im alpinen Gelände werden immer größere Mengen an Geröll und Sediment mobilisiert. Das stellt auch neue Anforderungen an unsere Schutzbauwerke", so Totschnig.

Eine konkrete Anwendung läuft bereits im Salzburger Oberpinzgau. Beim Forschungsprojekt FEMMOS (Feststoffmanagement und -monitoring Obere Salzach) werden mit Hilfe moderner Messverfahren wichtige Daten über den Transport und die Ablagerung von Geschiebematerial erhoben. Damit soll auch eine verlässliche Grundlage für die Planung und Weiterentwicklung wirksamer Schutzmaßnahmen geschaffen werden, teilte der in Salzburg zuständige Landesrat Maximilian Aigner (ÖVP) mit.

Service: https://www.naturgefahren.at

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