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MedUni Wien und AKH Wien laden zum Krebs-Vorsorgetag

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Auch Brustkrebs nimmt weltweit zu
©APA, dpa, Jan-Peter Kasper
Erstmals sind junge Menschen und Eltern besonders zum Krebs-Vorsorgetag am 31. Jänner in Wien eingeladen, ebenso wird wieder die HPV-Impfung vor Ort angeboten. Weltweit nehmen Krebserkrankungen bei jungen Erwachsenen zu, hieß es am Montag in einer gemeinsamen Aussendung des Comprehensive Cancer Centers (CCC), der MedUni Wien und dem AKH Wien anlässlich der Veranstaltung. Betroffen seien sie vor allem von Darm-, Brust-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs.

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Laut WHO könnten aber 30 bis 50 Prozent aller Krebserkrankungen durch Lebensstilmaßnahmen, Impfungen oder Umweltfaktoren verhindert werden. Das CCC von MedUni Wien und AKH Wien lädt alle Interessierten von 10 Uhr bis 13 Uhr in den Van Swieten Saal (Van Swieten Gasse 1a, Wien-Alsergrund) ein, sich bei Vorträgen und persönlichen Gesprächen mit führenden Expertinnen und Experten über das persönliche Risiko und das Thema "Krebsvorsorge" zu informieren. Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, gibt es einen Livestream.

"Veranstaltungen wie der Krebs-Vorsorgetag sind von großer Bedeutung, denn so haben wir die Möglichkeit, Aufklärungsarbeit zu betreiben und können möglicherweise mithelfen, die eine oder andere Erkrankung frühzeitig zu erkennen oder sogar zu verhindern", so Gabriela Kornek, Ärztliche Direktorin des AKH Wien, Leitungsteam CCC Cancer School, und Shahrokh Shariat, Leiter des CCC Vienna, unisono.

Weltweit zeigen Zahlen zu Krebserkrankungen, dass immer öfter Menschen der Generation X und die Millennials betroffen sind. "Zu den Hauptrisiken zählen eine Ernährung mit vielen ultra-verarbeiteten Lebensmitteln, der frühe Einsatz von Antibiotika, Übergewicht, Bewegungsmangel, Alkohol und möglicherweise endokrine Disruptoren und andere Chemikalien", so Eva Schernhammer, Leiterin der Abteilung für Epidemiologie im Zentrum für Public Health der MedUni Wien, in ihrer Keynote.

Dieser Trend bestätige sich auch in Österreich: In den Jahren 1996 bis 2020 traten insgesamt mehr als 56.000 Krankheitsfälle bei jungen Erwachsenen auf. Hauptsächlich handelte es sich dabei um Brustkrebs (47,3 Prozent), gefolgt von Darm- (12,8 Prozent) und Lungenkrebs (11,3 Prozent). Für Schernhammer sind umfangreiche Präventionsmaßnahmen notwendig."Es besteht dringender Forschungsbedarf hinsichtlich der Expositionen in jungen Jahren und der Wechselwirkungen verschiedener Faktoren im Laufe des Lebens", ergänzte sie.

Beim Krebs-Vorsorgetag geht es auch um ein aktives Vorsorgeangebot: Im Health Mobil der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuze gibt es für alle im Alter von 21 bis 29, die bis 31. 12. 2025 eine HPV-Impfung erhalten haben, die kostenlose zweite Impfung. Dazu ist das Health Mobil der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuz vor Ort. Interessierte können sich in diesem fahrenden Gesundheitszentrum kostenlos und ohne Anmeldung beraten und auch gleich impfen lassen.

(S E R V I C E - Programm und Anmeldung zum Krebs-Vorsorgetag unter: https://ccc.meduniwien.ac.at/cancerschool/#c251567). Weitere Infos und Termine der Health Mobil-Tour finden sich unter www.oeggk.at/health-mobil.)

ARCHIV - Auf der Bildschirmdarstellung einer Magnetresonanz-(MR)-Mammographie ist am 04.07.2007 ein winziger Tumor in der Brust einer Patientin zu sehen. Fast eine halbe Million Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Krebs. Eine Wunderwaffe gegen die tückische Krankheit gibt es bislang nicht. Foto: Jan-Peter Kasper/dpa (zu dpa "Zerlegte Zelle: Kampf gegen Krebs wird immer individueller" vom 03.02.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++

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