von
Er befürchtete im Ö1-"Mittagsjournal" nicht nur Listen mit "schlechten" und "guten" Schulen, sondern sah in der geplanten Veröffentlichung auch wenig Mehrwert für Eltern. Kimberger bezweifelt, dass die Eltern die veröffentlichten Daten auch richtig interpretieren können, und erwartet dementsprechend, dass "für mehr Verwirrung gesorgt wird".
Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) hatte bei der Vorstellung des Projekts am Montag die Möglichkeit von Rankings auf Basis von Leistungsergebnissen etwa bei der individuellen Kompetenzmessung PLUS (iKM PLUS) oder der Zentralmatura eigentlich explizit ausgeschlossen. Eine absolute Reihung ohne "fairen Vergleich", bei dem die Zusammensetzung der Schülerschaft (Erstsprache und Migrationsstatus der Kinder, Bildungsstand und beruflicher Status der Eltern) nicht berücksichtigt wird, wäre irreführend", so seine Begründung.
Auswirkungen auf die Nachfrage der einzelnen Schulen aufgrund der Daten befürchtete er nicht. Informell gelte der einzelne Standort schon jetzt bei Eltern als "gut" oder "schlecht". Künftig würden dazu transparent Daten zur Verfügung stehen, und die Ergebnisse würden mit dem informellen Wissen nicht immer übereinstimmen.
Neben dem "fairen" Vergleich sollen im kommenden Schuljahr auch Informationen zum Standort (u.a. Schüler- und Klassenzahl, durchschnittliche Klassengröße) und Schulprofil (etwa Gütesiegel, Schulschwerpunkte) veröffentlicht werden. Mit einem Klick auf den ausgewählten Standort erscheinen die Daten, die Ergebnisse werden alle drei Jahre aktualisiert.






