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KI lernt nach Altgriechisch auch Latein

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KI wird Latein-Experte
©APA, Roland Schlager, Themenbild
Erst kürzlich wurde das KI-Modell "Apollo" vorgestellt. Es "versteht" Altgriechisch, kann fehlende Inhalte - einzelne Wörter oder ganze Textpassagen - von Fragmenten eigenständig ergänzen, um alte Schriftstücke zu verstehen und historisch einzuordnen. Nun soll die von der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zusammen mit den europäischen KI-Unternehmen Mistral AI und SAIL Reply entwickelte Künstliche Intelligenz (KI) Latein lernen und bisher weitgehend unzugängliche Überlieferungen von der Antike bis zur Neuzeit verständlich machen. Für die Entwicklung des neuen Sprachmodells hat Anna Dolganov, Althistorikerin und Papyrologin am Österreichischen Archäologischen Institut der ÖAW, die schon für das Altgriechisch-Projekt verantwortlich war, eine Förderung der US-Organisation Schmidt Sciences in Höhe von 810.000 US-Dollar (rund 722.700 Euro) eingeworben. Die Initiative wurde vom ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt und seiner Frau Wendy Schmidt gegründet.

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Das auf zwei Jahre angelegte Projekt, an dem David Smith von der Northeastern University (Boston/USA), Dimitris Vlitas (SAIL Reply) und Martin Korenjak von der Universität Innsbruck beteiligt sind, sei als eines von 19 Vorhaben aus mehr als 500 Einreichungen ausgewählt worden, teilte die ÖAW mit. Das Latein-Modell werde u.a. in der Lage sein, lückenhafte Texte zu rekonstruieren, lateinische Quellen durchsuchbar zu machen und Wissen aus großen Textbeständen abrufbar bereitzustellen. Aufbauend auf den Erfahrungen mit "Apollo", das auf etwa 600 Millionen Wörtern basiert, soll die KI mit einem lateinischen Textkorpus trainiert werden, für den rund zwölf Milliarden Wörter zur Verfügung stehen. Entwicklungspartner sind wieder Mistral AI und SAIL Reply.

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