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Vor diesen Risiken warnt das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
Eltern sollten deshalb nicht erst bei der Einrichtung und der alltäglichen Nutzung einer Kinder-Smartwatch auf die notwendige IT-Sicherheit achten, sondern auch schon vor dem Kauf. Die Behörde rät Erziehungsberechtigten deshalb, sich während des Auswahlprozesses mit folgenden Fragen zu beschäftigen:
- Wie lange sichert der Hersteller Sicherheitsupdates zu? Erhält eine Smartwatch keine Updates mehr, sollte sie nicht länger genutzt werden.
- Welche Funktionen und Sensoren bietet das Gerät - und welche Daten werden dabei verarbeitet?
- Wie lässt sich der Zugriff auf Benutzerkonten absichern? Im Idealfall steht dafür eine Zwei-Faktor-Authentisierung zur Verfügung. Zwingend ist ein starkes, sicheres Passwort.
- Wie kann das Gerät vor Zugriffen von außen geschützt werden? Eine Tastensperre verhindert etwa im Fall von Verlust oder Diebstahl, dass Daten ohne weiteres eingesehen werden können.
- Kann festgelegt werden, wer das Kind anrufen und ihm Nachrichten schicken kann? Eine solche Funktion verhindert, dass Fremde über die Smartwatch Kontakt aufnehmen.
- Sind Funktionen wie Ortung, Bewegungsmuster, Kamera und andere Dienste einzeln deaktivierbar? Solche Funktionen sollten, wenn überhaupt, nur bei Bedarf aktiviert werden.
- Gibt es Erfahrungen mit der Smartwatch, etwa Berichte aus vertrauenswürdigen Quellen, von Experten, Fachmedien, Verbraucherschutzverbänden oder unabhängigen Prüfinstituten?
In der Untersuchung "IT-Sicherheit auf dem digitalen Verbrauchermarkt: Fokus Kinder-Smartwatches" hatte das BSI drei Kinder-Smartwatches aus unterschiedlichen Preissegmenten samt zugehöriger Begleit-Apps untersucht. Im Fokus standen dabei die Absicherung der persönlichen Daten und der Kommunikation sowie technische Schwachstellen in den untersuchten Systemen.
Der Bericht bemängelt dabei folgende Punkte:
- Bei keinem der drei untersuchten Produkte war den Angaben zufolge eine sichere Standardkonfiguration vollständig umgesetzt.
- Zwei der drei untersuchten Geräte übermittelten Daten teilweise unverschlüsselt. Dadurch können sensible Informationen bei der Übertragung grundsätzlich einem erhöhten Risiko ausgesetzt sein.
- Alle drei wiesen Defizite bei der sicheren Außerbetriebnahme auf: Insbesondere das Löschen personenbezogener Daten und das Zurücksetzen auf einen sicheren Werkszustand sollten zuverlässig möglich sein.
- Nur bei einem der untersuchten Produkte gab der Hersteller an, wie lange Sicherheitsupdates bereitgestellt werden.
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Nico Tapia/Nico Tapia
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