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Die sechs Säulen der neuen Hochschulstrategie sind: Attraktiver Studienstandort, gut studieren, gelebte Internationalität, forschungsstarker Hochschulstandort, Hochschulen als Partner der Wirtschaft und gesellschaftliche Verantwortung tragen. Das Angebot soll erweitert werden, mit Investitionen von 41 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren sollen die FH-Studienplätze von 13.000 auf 15.000 erhöht werden. "Es darf hier zu keinen Kürzungen kommen", forderte Pernkopf Richtung Bund.
Der Landesvize verwies auch auf die Vergabe von jährlich 1.100 Stipendien im Umfang von 2,7 Millionen Euro, vor allem im Bereich Medizin und Gesundheit. Jedes Jahr werden rund 500 Auslandsaufenthalte gefördert. Während woanders "Wissenschafter vertrieben werden", wolle Niederösterreich "Magnet sein für Forscher aus anderen Ländern", aber gleichzeitig auch jungen Menschen die Möglichkeit geben, ihren Horizont zu erweitern, sagte der Landeshauptfrau-Stellvertreter. "Wissenschaft soll nicht im Elfenbeinturm stattfinden, sie muss mitten in der Gesellschaft ankommen", hielt er fest. Im Rahmen eines neuen Ideenwettbewerbs "Wissenschaft trifft Schule" werden 15 Schulprojekte mit 250.000 Euro gefördert.
Pernkopf plädierte weiters für ein Doktorat an Fachhochschulen wie beispielsweise in Bayern. Es gehe hier nicht um Konkurrenz zu Universitäten, betonte er.
Hochschulpolitik sei Standort-, Wirtschafts- und Zukunftspolitik, hob Mikl-Leitner hervor: "Investitionen in Forschung von heute sind Arbeitsplätze und Wohlstand von morgen." Es gehe darum, die Wertschöpfung in Niederösterreich weiter zu stärken, einen guten Boden für Unternehmensgründungen und optimale Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Forschung, aber auch für neue Produkte und Prozesse zu schaffen. Die Landeschefin nannte als Schwerpunkte etwa die Workshopreihe "Unternehmerische Hochschulen in Niederösterreich" und den Europacampus Hainburg (Bezirk Bruck an der Leitha), für den Mitte März der Spatenstich erfolgen soll. Dieses Projekt zeige in einer Grenzregion, wie Hochschulen zwischen Ländern, Disziplinen und Zukunftsthemen Brücken bauen.
Hochschulen seien ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für das Bundesland und ein Motor für Innovationen, betonte Mikl-Leitner. Vor über 30 Jahren habe man Niederösterreich verlassen müssen, um studieren zu können. Heute gibt es 15 Hochschulen mit mehr als 31.000 Studierenden und rund 8.000 Lehrenden und Forschenden. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Studierenden an Fachhochschulen um etwa 15 Prozent, an Pädagogischen Hochschulen um über 40 Prozent und an Privatuniversitäten um mehr als 70 Prozent gestiegen.
LH Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) im Rahmen des 41. ordentlicher ÖVP-Bundesparteitag am Samstag, 29. März 2025, in Wr. Neustadt.






