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Namensgebend sind bei dieser Art die haarähnlichen Hautauswüchse, die nur während der Fortpflanzungszeit an den Flanken und Hinterbeinen der Männchen ausgebildet werden. Berühmt sei bei den auch als "Wolverine-Fröschen" bekannten Tieren die außergewöhnliche Verteidigungsstrategie. Bei Bedrohung kann der Haarfrosch gezielt Knochen seiner Zehen brechen, durch die Haut drücken und so krallenartige Strukturen bilden, ließ das Haus des Meeres wissen.
Bisher sei kaum etwas über diese Art bekannt gewesen. Die erfolgreiche Nachzucht erforderte laut dem Aquazoo langjährige, detaillierte Beobachtung und die exakte Nachbildung des natürlichen Lebensraumes in schnell fließenden, klaren Waldbächen. Robert Riener, der stellvertretende Direktor und Kurator im Haus des Meeres, und sein Team tüftelten an Strömungsverhältnissen, Wasserchemie und saisonalen Klimareizen, bis die passende Kombination gefunden war.
"Amphibien sind, mit 41 Prozent bedrohter Arten, die weltweit am stärksten gefährdete Wirbeltiergruppe. Umso wichtiger ist es, ihre Lebensweise und besonders ihre Fortpflanzung besser zu verstehen", sagte Riener. "Durch die breite Vermittlung des Wissens an andere Institutionen sollen künftig weitere Arten erfolgreich geschützt und gezüchtet werden. Ziel ist der Aufbau stabiler Reservepopulationen in zoologischen Einrichtungen, um den langfristigen Erhalt dieser besonderen Tiergruppe zu unterstützen."






