Auf den Namen "Flade Isblink" hört eine rund 8.500 Quadratkilometer große Eiskappe im äußersten Nordosten Grönlands. Ein Team um Forschende von der Universität Graz hat diesen Bereich des massiven grönländischen Eisschildes detailliert untersucht und die neuen Erkenntnisse im Fachmagazin "The Cryosphere" dargestellt.
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Die Aufzeichnungen zu Lufttemperatur und Wetterbedingungen in verschiedenen Höhen über dem laut Uni Graz-Angaben zweitgrößten Eiskörper der größten Insel der Erde dienten dazu herauszufinden, was die Mechanismen hinter dem zunehmenden Verlust der Eisdicke seit dem Jahr 2008 sind. "Bis zu einer Höhe von rund 100 Metern beeinflusst die Bodenbeschaffenheit - also Eis, Stein oder Wasser - signifikant die Lufttemperatur", so Jonathan Fipper vom Grazer Institut für Geographie und Raumforschung. Eine weitere Erkenntnis: "Da die Eiskappe vergleichsweise flach ist, kann sie durch die Klimaerwärmung besonders stark abtauen."
