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Akademie vergab ihre höchsten Preise

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ÖAW vergab Ehrenmedaille und zwei Wissenschaftspreise
©HELMUT FOHRINGER, Fohringer, APA
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vergibt ihre Ehrenmedaille "Bene merito" an den ehemaligen Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Diese Ehrung für besondere Verdienste um die Akademie wurde gleichzeitig mit den beiden höchsten, mit je 15.000 Euro dotierten ÖAW-Wissenschaftspreisen am Dienstag verliehen: Der Wilhelm Hartel-Preis geht an die Historikerin Martha Keil, der Erwin Schrödinger-Preis an den Physiker Anton Rebhan, teilte die ÖAW mit.

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Der ehemalige ÖVP-Parteiobmann und Vizekanzler Mitterlehner (70) war von 2014 bis 2017 Wissenschaftsminister. Er erhält die seit 1961 in unregelmäßigen Abständen verliehene Ehrenmedaille "für seine außergewöhnlichen Verdienste um das Sanierungsprojekt Campus Akademie". Für ÖAW-Präsident Heinz Faßmann hätte es ohne Mitterlehner "keine Sanierung der Alten Universität gegeben". Durch diese sei "mitten in der Wiener Innenstadt ein lebendiger Ort für Wissenschaft, Forschung und den Austausch mit der Bevölkerung entstanden".

Mit dem Wilhelm Hartel-Preis würdigt die ÖAW Martha Keil für ihre Forschungsleistungen zur jüdischen Geschichte im aschkenasischen Kulturraum und ihre Verdienste in der Vermittlung der jüdischen Geschichte Österreichs. Im Zentrum des Werks der Historikerin, die bis vor kurzem das Institut für jüdische Geschichte Österreichs geleitet hat, steht die jüdische Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit im deutschsprachigen jüdischen Kulturraum, die sie stets als integraler Bestandteil der allgemeinen österreichischen und zentraleuropäischen Geschichte verstanden hat, heißt es seitens der ÖAW.

Der theoretische Physiker Anton Rebhan von der Technischen Universität (TU) Wien wird mit dem Erwin Schrödinger-Preis ausgezeichnet. Die ÖAW würdigt damit seine Forschungsleistungen im Bereich der theoretischen Kern- und Teilchenphysik aus, insbesondere für die Entwicklung neuer Methoden in der Quantenchromodynamik (QCD), mit der die Wechselwirkung der fundamentalen Bausteine der Atomkerne (Quarks und Gluonen) beschrieben werden.

Im Rahmen der Preisverleihung wurden zudem neun Nachwuchsforschende von der ÖAW ausgezeichnet.

++ THEMENBILD ++ Illustration zum Thema Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Im Bild: Das Logo der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) aufgenommen am Freitag, 16. Mai 2025, in Wien.

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