von
Die männlichen Felsenpinguine zeigten aber auch eine sanftere Seite. Nach dem Schlupf beteiligten sich beide Geschlechter am Wärmen der Küken. Dabei ließ sich kein eindeutiger Unterschied zwischen Weibchen und Männchen feststellen. Außerdem zeigten die Forschungsergebnisse, dass Pinguin-Paare, bei denen mindestens ein Küken schlüpfte, mehr Zeit in der Nähe voneinander verbrachten als Paare ohne Schlupferfolg.
Im Rahmen der Studie beobachtete und filmte das Forschungsteam 13 Felsenpinguin-Paare während der Brutsaison 2024 über drei Monate. Anschließend wertete es die Aufnahmen aus und analysierte die Daten statistisch. "Die Ergebnisse zeigen, dass Weibchen und Männchen während der Brut unterschiedliche, sich ergänzende Aufgaben übernehmen. Ob die Paare diese Aufgaben tatsächlich miteinander koordinieren, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten", sagte Erstautorin Lisa Macdonald vom Department für Verhaltens- und Kognitionsbiologie.
Nördliche Felsenpinguine gelten laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als stark gefährdet. In ihrer Heimat im südlichen Atlantik machen ihnen Überfischung, Umweltverschmutzung und der Klimawandel stark zu schaffen. "Umso wichtiger sind die Haltung und Erforschung dieser Art in wissenschaftlich geführten zoologischen Gärten", hieß es.
