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Der US-Energiekonzern AES wollte nur wenige Kilometer von den leistungsstarken Teleskopen entfernt eine Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff und grünem Ammoniak bauen. Wissenschafter hatten vor Lichtverschmutzung und Vibrationen gewarnt, die ihre Arbeit beeinträchtigt hätten.
Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit seiner geschäftspolitischen Strategie - ohne Bezug auf das Observatorium zu nehmen. "Das INNA-Projekt ist zwar vollständig mit anderen Aktivitäten in der Region kompatibel, AES Andes hat sich jedoch entschieden, seine Bemühungen auf die Entwicklung und den Aufbau seines Portfolios im Bereich erneuerbare Energien und Energiespeicherung zu konzentrieren", hieß es.
Die abgelegene Atacama-Wüste gilt wegen ihrer Bedingungen als besonders geeignet für die Astronomie. Das Observatorium auf dem Cerro Paranal wird seit seiner Einweihung im Jahr 1999 von der Europäischen Südsternwarte (ESO) betrieben. Ihr zufolge gelang dort unter anderem das erste Bild eines Exoplaneten. Auch an der Bestätigung der beschleunigten Expansion des Universums oder der Erforschung des supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße war die Anlage beteiligt.
Der chilenische Wissenschaftsminister begrüßte die Entscheidung von AES. "Chile ist eine globale astronomische Macht", sagte Valle. Der Schutz des Himmels sei eine Verantwortung gegenüber der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft und zukünftigen Generationen.
General view of the platform of the Very Large Telescope (VLT), with its four optical telescopes and four movable auxiliary telescopes, at the European Southern Observatory's (ESO) Paranal Observatory, on Paranal Hill in Chile's Antofagasta Region, in the Atacama Desert some 1150 km north of Santiago, taken on January 27, 2025. A project to develop green hydrogen near the Cerro Paranal observatory, home to the world's most powerful optical observatory, threatens the world's darkest and most pristine skies. (Photo by RODRIGO ARANGUA / AFP)






