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Anteil der "ausbildungs- und erwerbsfernen" Jugendlichen stabil

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Rund 122.000 Jugendliche waren weder in Schulung noch in Ausbildung
©APA/APA/THEMENBILD/HANS KLAUS TECHT
Knapp 13 Prozent der jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren waren Ende Oktober 2023 in Österreich weder in Ausbildung noch in einer Schulung des Arbeitsmarktservice oder erwerbstätig. Das entspricht rund 122.000 Personen. Über die vergangenen 15 Jahre blieb der Anteil dieser sogenannten "NEETs" (not in employment, education or training) stabil - allerdings änderte sich die Zusammensetzung. Betroffen sind nun mehr Migranten und Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss.

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Weitere Änderung: "Das Geschlechtsverhältnis ist inzwischen fast ausgeglichen, während der NEET-Anteil bei Frauen früher höher war", so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, in einer Aussendung. Für ihre Auswertung hat die Statistik Austria Daten auf Grundlage des bildungsbezogenen Erwerbskarrierenmonitorings (BibEr) analysiert.

Deutlich geändert hat sich die Zusammensetzung der "NEETs": 2009 hatten noch 39,2 Prozent aller jungen Menschen, die nicht in Ausbildung, einer Schulung oder erwerbstätig waren, einen Migrationshintergrund. 2023 betrug dieser Anteil bereits 51,8 Prozent. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung wies nur knapp jede dritte Person in dieser Altersgruppe (32,4 Prozent) einen Migrationshintergrund auf.

Auch in Sachen Bildungsstand der "NEETs" gab es Verschiebungen: Der Anteil der Jugendlichen mit der Pflichtschule als höchstem Abschluss wuchs von 51,9 auf 54,7 Prozent. Umgekehrt sank der Anteil der NEET-Jugendlichen mit abgeschlossener Lehre um 6,1 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent.

Insgesamt hat es beim Gesamt-Anteil der "NEETs" seit 2009 nur leichte Schwankungen gegeben. Damals betrug er 12,8 Prozent, erreichte 2016 mit 14,5 Prozent einen Höchststand und sank dann bis 2021 auf 11,7 Prozent ab. 2022 stieg er dann wieder auf 12,8 Prozent und blieb 2023 mit 12,9 Prozent praktisch stabil. In absoluten Zahlen sank die Anzahl der Jungen, die nicht in Ausbildung, in einer Schulung oder in einem Job sind, aufgrund des Bevölkerungsrückgangs in dieser Gruppe von rund 130.000 auf 122.000.

Nach Bundesländern verzeichnet Wien den höchsten Anteil an NEETs (17,7 Prozent), gefolgt von Vorarlberg (14,9 Prozent). Am niedrigsten war er demgegenüber in Oberösterreich mit 10,5 Prozent. Umgekehrt sank im Vergleich zu 2009 der NEETs-Anteil in Wien besonders stark (um minus 2,1 Prozentpunkte). Im Burgenland (plus 1,5 Prozentpunkte) und Oberösterreich (plus 0,9 Prozentpunkte) stieg er dagegen an.

++ THEMENBILD ++ Illustration zum Thema "AMS (Arbeitsmarktservice) / Arbeitslosigkeit / Arbeitslosenunterstützung / Wirtschaft / Konjunktur": Das Logo des AMS (Arbeitsmarktservice), aufgenommen am Mittwoch, 29. Oktober 2025, in Wien.

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