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Der Götterbaum wurde als Zierpflanze bereits 1780 in Berlin gepflanzt. Aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg hat er sich auf unserem Kontinent massiv verbreitet. Er steht seit 2019 auf der EU-Liste der invasiven Arten. In Österreich wird er aktiv an der Verbreitung gehindert. Als Allergen ist der Götterbaum ein Sonderfall, da er nicht rein windbestäubt ist (wie z.B. Birke und Gräser), sondern hauptsächlich insektenbestäubt. Allerdings werden bei der Bestäubung viele Pollen freigesetzt, informierte die MedUni.
Klinische Daten zeigen durchaus bedeutende Sensibilisierungsraten bei Allergikern in China von bis zu 30 Prozent und im kleineren Rahmen auch in Teilen Europas. Allerdings sind Götterbaumpollen in den Standardtests derzeit nicht verfügbar und auch große Studien zu Sensibilisierungsraten in Österreich und großen Teilen Europas fehlen. Eine Publikation der Arbeitsgruppe des Pollenservice Wien zeigt erstmals eine Entwicklung des Pollenfluges von Götterbaumpollen in Wien über fast 50 Jahre auf.
Temperatur und Sonnenscheinstunden zeigen die höchste Korrelation mit den Pollenkonzentrationen, geht aus den Langzeitdaten der MedUni Wien hervor. Außerdem zeigte sich ein Anstieg der Gesamtpollenmenge vom Götterbaum, ein früherer Start und eine frühere Saisonspitze. "Man muss mit einer Fortsetzung dieses Trends bei der derzeitigen Entwicklung der globalen Erwärmung ausgehen", erläuterte Katharina Bastl vom Pollenservice Wien. In Metropolen wie Wien kommt der "urban heat island"-Effekt hinzu, der diesen Trend verstärken kann. Auch heuer gab es einen durch die Hitze bedingten eher frühen Blühbeginn, informierte die MedUni.
ARCHIV - 27.03.2020, Bayern, Garmisch-Partenkirchen: ILLUSTRATION - Ein Mann mit Heuschnupfen benutzt ein Taschentuch. Die Zahl der an Heuschnupfen leidenden Menschen in Deutschland ist einer neuen Untersuchung zufolge zwischen 2011 und 2021 spürbar gestiegen. (zu dpa «KKH: Zahl der heuschnupfengeplagten Menschen steigt») Foto: Angelika Warmuth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++.






