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Akademie der Wissenschaften mit 46 neuen Mitgliedern

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Akademie wird jünger und weiblicher
©HELMUT FOHRINGER, Fohringer, APA
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat 46 neue Mitglieder in ihre Reihen aufgenommen. Dazu zählen die Initiatorin des ScienceCenter Netzwerks, Margit Fischer, die Quantenphysikerin Francesca Ferlaino und der KI-Forscher Sepp Hochreiter. Von den neugewählten Mitgliedern sind fast zwei Drittel Frauen. Damit gibt es erstmals in der fast 180-jährigen Geschichte der ÖAW mehr Frauen bei den Mitgliedern unter 60 Jahren, teilte die ÖAW am Donnerstag mit.

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"Die Akademie wird jünger, vielfältiger und weiblicher", erklärte ÖAW-Präsident Heinz Faßmann. Er freue sich auf "die frischen, ungewöhnlichen und inspirierenden Ideen und Perspektiven der neuen Mitglieder, besonders der Rising Stars der Jungen Akademie".

Die ÖAW gliedert sich in eine philosophisch-historische und eine mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse, die alle zwei Jahre neue "wirkliche" und "korrespondierende" Mitglieder wählen. Zusätzlich werden Ehrenmitglieder aufgenommen. Zudem gibt es die Junge Akademie, deren jährlich gewählte Mitglieder bei ihrer Wahl höchstens 40 Jahre alt sein dürfen.

Als Ehrenmitglieder der Gesamtakademie wurden Margit Fischer und Andreas Barner aufgenommen. Fischer, Ehrenvorsitzende des Vereins ScienceCenter-Netzwerk, hat dieses Netzwerk österreichischer Science-Center initiiert und wird für "ihre Verdienste als Brückenbauerin zwischen Wissenschaft und Gesellschaft" geehrt. Der deutsche Arzt und Mathematiker Andreas Barner war von 2009 bis 2016 Vorsitzender der Unternehmensleitung des auch in Österreich stark präsenten Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim und ist derzeit Aufsichtsratschef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er wurde für "seine Verdienste um die Wissenschaft und den Forschungsstandort Österreich" gewählt.

In die mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse wurde die US-Atmosphärenchemikerin Susan Solomon vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) als Ehrenmitglied aufgenommen. Neue wirkliche Mitglieder dieser Klasse sind die vom Klub der WissenschaftsjournalistInnen zur "Wissenschafterin des Jahres" gekürte Quantenphysikerin Francesca Ferlaino vom Institut für Experimentalphysik der Uni Innsbruck und dem Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der ÖAW sowie der Pionier Künstlicher Intelligenz (KI) Sepp Hochreiter vom Institut für Machine Learning der Uni Linz.

Günter Stemberger vom Institut für Judaistik der Universität Wien wurde als Ehrenmitglied in die philosophisch-historische Klasse aufgenommen. Weiters wurden in diese Klasse der Altphilologe Martin Korenjak von der Uni Innsbruck, der Osteuropahistoriker Wolfgang Mueller von der Uni Wien, die Politikwissenschafterin Barbara Prainsack von der Uni Wien, der Volkswirt Philipp Schmidt-Dengler von der Uni Wien, der Iranist Florian Schwarz von der ÖAW und die Musikwissenschafterin Melanie Unseld von der Musikuniversität Wien als wirkliche Mitglieder gewählt.

Die beiden ÖAW-Klassen haben darüber hinaus insgesamt 25 Wissenschafterinnen und Wissenschafter im In- und Ausland als korrespondierende Mitglieder aufgenommen. Neu in der Jungen Akademie sind neun Nachwuchsforscherinnen und -forscher.

(SERVICE - Internet: https://oeaw.ac.at )

++ THEMENBILD ++ Illustration zum Thema Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Im Bild: Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) aufgenommen am Freitag, 16. Mai 2025, in Wien.

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