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Achtung Allergiker: Frühblüher werden 2026 intensiver

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Blüte der Hasel lässt noch auf sich warten
©APA, dpa, Thomas Warnack
Der Pollenflug war im vergangenen Jahr durchschnittlich bis unterdurchschnittlich für die meisten Hauptallergene. Das wird sich laut MedUni Wien heuer ändern: Die Haseln, insbesondere die Baumhasel, zeigen einen reichlichen Besatz mit Kätzchen und damit Potenzial für intensiveren Pollenflug. Zudem startet die Haselblüte später als in den vergangenen Jahren, hieß es in einer Aussendung vom Dienstag.

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Auch die Birke zeigt demnach ein ähnliches Muster: Die Bäume haben einen zahlreicheren Bestand an männlichen Blühständen als 2025. Pollen von Hasel, Erle und Birke sind kreuzreaktiv aufgrund ihrer Verwandtschaft. Das bedeutet für Betroffene eine möglicherweise intensivere Saison der Frühblüher insgesamt und Vorsicht beim Genuss von potenziellen kreuzreaktiven Lebensmitteln (z.B. Nüsse, Karotte, Apfel).

Die Birkenpollensaison 2025 war am vorletzten Platz der 50-jährigen Messgeschichte mit einem neuen Tiefstwert für April. Auch Hasel, Beifuß und Ragweed sorgten für unterdurchschnittlichen Pollenflug.

Die Saison 2026 lässt gemessen an der Blüte der Hasel auf sich warten, bedingt durch den kühleren Winter. Bereits um Weihnachten hat zwar die Purpurerle zu blühen begonnen, aber der Pollenflug ist kaum messbar durch das wenig häufige Auftreten. Andere Erlenarten lassen sich noch Zeit, die Haseln sind davor dran. An Allergie Leidende sollten sich jetzt vorbereiten.

"Die Haselpollensaison hat das Potenzial intensiver zu werden, zumindest intensiver als letztes Jahr. In Wien trägt dazu vor allem die Baumhasel bei, die als Stadtbaum eingesetzt wird", berichtete Katharina Bastl vom Pollenservice Wien der MedUni Wien. Bei Sonnenschein und Temperaturen ab fünf Grad muss nun auch im Osten Österreichs mit erstem Pollenflug gerechnet werden.

Die Erlenpollensaison kommt durch die Blüte mehrerer Arten zustande. Zuerst blüht die Purpurerle, gefolgt von der Grau- und der Schwarzerle, die abhängig von der Temperaturentwicklung meist erst ab Februar für Pollenflug sorgen. "Bei einer Erlenpollenallergie sollte man auf Spaziergängen Auen und die Nähe zur Donau meiden", rät Maximilian Bastl vom Pollenservice.

Auf die äußerst unterdurchschnittliche Birkenpollensaison 2025 folgt nun die Aussicht auf eine überdurchschnittliche Blüte der Birke in diesem Jahr. Der Besatz mit Kätzchen ist laut MedUni überdurchschnittlich, das Potenzial ist daher gegeben. Wichtig sind aber die Wetterbedingungen während der Blüte - insofern sei es noch fraglich, ob der Birkenpollenflug sein volles Potenzial ausschöpfen kann.

(S E R V I C E - www.pollenservice.wien )

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