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Bei den 46 Spielfilmen, die von den Mitgliedern des Vorstands der European Film Academy und eingeladenen Expertinnen und Experten auch nach Diversitäts- und Inklusionsstandards auf die Liste gehoben wurden, finden sich etwa Marie Kreutzer mit ihrem Missbrauchsdrama "Gentle Monster", Markus Schleinzer mit seiner barocken Emanzipationsgeschichte "Rose" oder Sandra Wollner mit ihrem Trauerwerk "Everytime". Auch die österreichische Koproduktion "Das geträumte Abenteuer" von Valeska Grisebach rittert nun um einen Nominierungsplatz mit harter Konkurrenz wie Pawel Pawlikoskis "Vaterland" oder Cristian Mungius Cannes-Gewinner "Fjord".
Auch bei den acht Animationsfilmen ist Österreich vertreten, hat Verena Fels doch mit dem jetzt im Kino anlaufenden Schulabenteuer "Monster Mia" Chancen auf eine Trophäe und muss sich dabei mit dem schwulen Pandemiespaß "Jim Queen" aus Frankreich/Belgien messen. Und bei den Kurzfilmen sind Emma Hütt und Tina Muffler mit "Bleifrei 95" im Rennen um eine Auszeichnung.
In den kommenden Wochen werden nun die 5.700 Mitglieder der European Film Academy die Filme sichten. Die finalen Nominierungen werden dann am 14. November im Rahmen des Filmfestivals Thessaloniki bekannt gegeben. Tags zuvor wird bereits die Finalrunde der Kurzfilme veröffentlicht - im Rahmen des Filmfestivals Sevilla. Die Verleihung der Preise und damit Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am 16. Jänner in Griechenlands Hauptstadt Athen.
Der Europäische Filmpreis gilt als europäisches Pendant zum großen Vorbild, den US-Oscars. Die Auszeichnungen werden abwechselnd in Berlin, dem Sitz der Europäischen Filmakademie, sowie in einer anderen europäischen Stadt verliehen. Im Vorjahr war Joachim Triers Vater-Tochter-Drama "Sentimental Value" der große Sieger der Gala in Berlin.
(S E R V I C E - www.europeanfilmawards.eu/)
