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"Das hat mich so getroffen, dass ich von allem weg musste - von der Musik, aber auch von der Landwirtschaft." Also ging sie für zwei Wochen in die US-Metropole mit dem Vorsatz, einen Jetset-City-Life-Song zu schreiben. "Ich wollte zeigen: Ja, ich bin das Bauerndirndl, kann aber Stadtleben auch. In Chicago saß ich dann in einem Park, beobachtete die Tauben, und habe ich mir gedacht: Es macht nur Sinn, meine zwei Welten zu verbinden." Genau das sage "Home" aus: "Ich fahre für die Musik sehr gerne weg, aber ich habe immer mein Zuhause im Blick und weiß genau, wo das ist - in Österreich und der Südsteiermark."
Die erste Strophe von "Home" schrieb Anna-Sophie in Chicago, die zweite in Toronto "bei den Niagarafällen". Die Bridge entstand im Flug zurück, "beziehungsweise im Studio in Wien". Das Lied enthält die Textzeile "I am from Austria". Eine Hommage an Rainhard Fendrich? "Ja, aber ich hab kurz überlegt: Hoffentlich verklagt er mich nicht. Eigentlich ist es eine Hommage an Österreich."
Anna-Sophie hat für den Erfolg hart gearbeitet. "Jeder im Musikbusiness Tätige weiß, dass einem nichts zufliegt. Du musst immer am Ball bleiben", betont sie. "Aber ehrlich gesagt, hätte ich mir vor ein paar Jahren nie gedacht, dass ich auch nur einmal im Radio gespielt werde. Von dem her ist das unglaublich schön. Ich darf das jetzt seit fünf Jahren hauptberuflich machen. Das hätte ich mir selbst nie zugetraut. Ich bin wirklich durch Zufall in dieses Business reingefallen."
In der Öffentlichkeit zu stehen, sei für sie kein Problem. "Ich habe ein komplett normales Leben. Meine Songs sind viel bekannter als meine Person", lacht die Sängerin. "Da hat sich nicht viel verändert. Außer dass ich hin und wieder beim Buschenschank auf vielleicht zwei Getränke mehr eingeladen werde. Aber sonst ist es gleich. Wenn ich um acht Uhr nicht am Traktor bin, schimpft der Papa, egal ob ich am Vorabend einen Auftritt hatte oder nicht."
Im November geht Anna-Sophie auf "Stecker raus-Akustik Tour". Die Idee dazu kam ihr, nachdem sie in der Wiener Hofburg einen Ball eröffnen "durfte", wie sie erzählt. "Ich sollte am Klavier meine Songs spielen, begleitet von einem Streichquartett. Ich war überrascht, wie schön das geklungen hat. Alle meine Songs entstehen bei mir zu Hause am Klavier. Man kann daher die ausproduzierten Songs wieder in die Originalfassung zurücknehmen." Genau das wird bei den Auftritten getan. "Wir wollen zeigen, dass Radiopop auch in die klassische Richtung gehen kann. Teilweise spielt ein Streichquartett mit, teilweise bringe ich die Songs mit Klavier und teilweise nur mit Akustikgitarre."
(Das Gespräch führte Wolfgang Hauptmann/APA)
(S E R V I C E - www.anna-sophie.at )
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH
