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WHO fordert Waffenstillstand in von Ebola betroffener Region

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Konflikt im Osten der DR Kongo macht die Ebola-Bekämpfung schwierig
©Afp, BADRU KATUMBA, APA
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einer "katastrophalen Kollision von Krankheit und Konflikt" in der vom Ebola-Ausbruch betroffenen Region im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo). "Wir können weder das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen noch Kranke isolieren, während Bomben fallen", schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch auf dem Nachrichtenportal X. Unterdessen hat das Nachbarland Uganda seine Grenzen zur DR Kongo geschlossen.

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Er appellierte an die Kriegsparteien, sich auf einen sofortigen Waffenstillstand zu einigen, damit der Ausbruch eingedämmt werden kann. Weil es keinen exakt passenden Impfstoff und keine speziellen Medikamente gegen die kursierende Ebola-Variante gibt, kann die Infektionskette nur unterbrochen werden, wenn Infizierte unter höchsten Sicherheitsstandards behandelt werden und ihre Kontakte sich für drei Wochen isolieren. Wegen der anhaltenden Kämpfe würden Menschen aber immer wieder vertrieben, und Kontaktpersonen von Infizierten könnten sich in überfüllten Flüchtlingslagern nicht von anderen fernhalten. "Wir bitten dringend, das Überleben der Menschen über alles andere zu stellen", schrieb Tedros.

Die Grenzschließung zur DR Kongo gelte mit sofortiger Wirkung und zunächst für vier Wochen, teilte die ugandische Regierung am Mittwoch in Kampala mit. Ausgenommen seien lediglich medizinische Einsatzteams, humanitäre und sicherheitsrelevante Einsätze sowie der Lebensmittel- und Frachttransport, sagte die ranghohe Vertreterin der Gesundheitsbehörde, Diana Atwine, auf einer Pressekonferenz. Wer dennoch eine Einreisegenehmigung erhalte, müsse sich für 21 Tage in eine verpflichtende häusliche Quarantäne begeben.

Das Epizentrum des Ausbruchs liegt in der kongolesischen Provinz Ituri. In Uganda wurden bisher sieben Ebola-Fälle und ein Todesfall gemeldet. Bereits in der vergangenen Woche hatte die ugandische Regierung erste Maßnahmen ergriffen und unter anderem den grenzüberschreitenden öffentlichen Nahverkehr mit dem Kongo eingestellt.

Im Kongo gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mehr als 900 Verdachtsfälle und über 220 Tote. Die WHO hat wegen der Ausbreitung des seltenen Bundibugyo-Stammes des Virus eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen. Der Ausbruch "überholt die Reaktion", warnte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

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