von
Die kuwaitische Luftabwehr sei im Einsatz, teilten die Streitkräfte des Landes in der Nacht auf Mittwoch auf X mit. Explosionsgeräusche hingen damit zusammen, dass Geschoße abgefangen würden. Zur Herkunft der Drohnen und Raketen und den Zielen der Angriffe gab es zunächst keine Angaben.
Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar feuerten die Streitkräfte der Islamischen Republik jedoch immer wieder solche Geschoße auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf. Dort unterhält das US-Militär zahlreiche Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind. Trotz der eigentlich seit Anfang April geltenden Waffenruhe kam es zuletzt vereinzelt erneut zu solchen iranischen Angriffen. Teheran sprach dabei von Vergeltung für Angriffe des US-Militärs.
Die Besatzung des unter der Flagge Botswanas fahrenden Schiffes habe wiederholte Warnungen ignoriert und sei den Anweisungen der US-Streitkräfte über einen Zeitraum von 24 Stunden hinweg mehrfach nicht nachgekommen, hieß es von Seiten CENTCOMs weiter. Ein US-Flugzeug habe eine Rakete vom Typ Hellfire (Englisch für "Höllenfeuer") in den Maschinenraum des Schiffes gefeuert und damit verhindert, dass der Tanker den Iran erreicht. Die USA hatten am 13. April mit einer Blockade des gesamten Schiffsverkehrs begonnen, der in iranische Häfen ein- und ausläuft.
Veröffentlicht wurde auch ein Video, das das angegriffene Schiff zeigen soll. Darauf ist der Einschlag eines Geschosses in den Tanker zu sehen und danach aufsteigender Rauch. In der Nähe der iranischen Insel Qeshm waren in der Nacht Explosionen zu hören. Das meldete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf örtliche Insider und Anrainer. Laut CENTCOM haben US-Streitkräfte im Rahmen ihrer Blockade bisher sechs Handelsschiffe außer Gefecht gesetzt und 122 umgeleitet.
Derzeit stocken die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington zur Beendigung des Iran-Kriegs. Seit Anfang April gilt in dem Konflikt eine Waffenruhe. Während iranische Nachrichtenagenturen berichten, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt, erklärte US-Präsident Donald Trump, die Verhandlungen dauerten an. Alle anderen Berichte dazu seien falsch und irreführend.






