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"Wir schätzen Pam sehr, und sie wird eine dringend benötigte und wichtige neue Position in der Privatwirtschaft übernehmen, die in Kürze bekanntgegeben wird", teilte Trump indes mit. Gerüchte über eine Entlassung Bondis gab es bereits seit längerem. Die 60-Jährige ist bereits die zweite Ministerin, die binnen Wochen Trumps Kabinett verlassen muss. Zuvor musste schon Heimatschutzministerin Kristi Noem ihren Hut nehmen.
Die "New York Times" hatte unter Berufung auf vier Personen berichtet, dass Trump in den vergangenen Tagen darüber gesprochen haben soll, Bondi zu entlassen. Er soll zunehmend frustriert über ihre Führung im Ministerium und ihren Umgang mit den Epstein-Akten gewesen sein.
Der steinreiche Finanzier aus New York, Jeffrey Epstein, hatte vor Jahrzehnten einen Missbrauchsring betrieben, dem junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Epstein hatte beste Kontakte in die High Society der USA und vieler anderer Länder. Er starb 2019 in seiner Gefängniszelle, was Spekulationen weiter anheizte.
Der Skandal ist mit der Veröffentlichung der Ermittlungsakten in dem Fall wieder in die Schlagzeilen geraten. Die US-Regierung versucht, ihn möglichst weit von der Person Trump fernzuhalten. Die per Gesetz geforderte Veröffentlichung der Ermittlungsakten fiel in Bondis Zuständigkeit. Dabei kam es zu Störmomenten. Zum Beispiel prangerten Kritiker der Regierung die vielen geschwärzten Stellen in den Akten an. Bondi verstrickte sich auch in Widersprüche rund um die Existenz einer sagenumwobenen Epstein-Kundenliste.
Ein weiterer Vorwurf Trumps an seine Justizministerin soll laut "New York Times" gewesen sein, dass Bondi ihr Amt nicht entschlossen genug genutzt habe, um juristisch gegen Gegner Trumps vorzugehen. Trump hatte nie einen Hehl aus seinen Erwartungen an das Justizministerium gemacht. Im September etwa hatte er Bondi über die sozialen Medien direkt dazu aufgefordert, gegen Personen vorzugehen, die er als "Feinde" begreift. US-Präsidenten vor Trump haben traditionell großen Wert darauf gelegt, keinen Zweifel an der Unabhängigkeit der Justiz aufkommen zu lassen.
Bei ihrem Amtsantritt galt die ehemalige Generalstaatsanwältin des Bundesstaats Florida als treue Vertraute des Republikaners. Trump hatte bei ihrer Nominierung für den Posten auf ihre 20-jährige Erfahrung als Staatsanwältin verwiesen. Bondi hatte Trump bereits 2019 im ersten Amtsenthebungsverfahren unterstützt. Während ihrer Amtszeit als oberste US-Strafverfolgungsbeamtin war Bondi eine kämpferische Verfechterin von Trumps Agenda und brach mit der langjährigen Tradition des Justizministeriums, bei seinen Ermittlungen unabhängig vom Weißen Haus zu sein.
(FILES) US President Donald Trump (R) looks on as Attorney General Pam Bondi speaks during a news conference to discuss crime in Washington, DC, in the Brady Press Briefing Room at the White House in Washington, DC, on August 11, 2025. US media reported on April 2, 2026, that US President Donald Trump has fired Attorney General Pam Bondi. (Photo by ANDREW CABALLERO-REYNOLDS / AFP)






