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Nach dem ersten iranischen Angriff auf Israel am Donnerstag teilte die israelische Polizei mit, Einsatzkräfte seien zu "mehreren" Einschlagsorten im Zentrum Israels gerufen worden. Israelische Medien bezifferten die Zahl der Einschläge auf neun. Vier Menschen seien dabei leicht verletzt worden, berichteten Medien unter Berufung auf Sanitäter. In Medienberichten wurden die Schäden in einem relativ weiten Gebiet auf den Einsatz von Streumunition zurückgeführt.
Streumunition gilt als besonders verheerend: Eine Streubombe kann hunderte kleinerer Bomben freisetzen, die oft größere Gegenden zerstören können. Der Iran und Israel werfen sich gegenseitig den Einsatz von Streubomben vor.
Lediglich drei Stunden nach der ersten Angriffswelle erklärte die Armee, sie habe erneut "Raketen aus dem Iran in Richtung des Staatsgebiets Israels identifiziert". In großen Teilen Nord- und Zentralisraels wurden Luftschutzsirenen ausgelöst. Zu der zweiten und dritten Angriffswelle lagen zunächst keine Berichte über Opfer oder Schäden vor.
Die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon hat unterdessen nach eigenen Angaben ebenfalls neue Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert. Sie habe israelische Soldaten im Grenzgebiet mit Raketen angegriffen, teilte die pro-iranische Miliz am Donnerstag mit. Zudem habe sie eine israelische Ortschaft mit Drohnen attackiert, hieß es in einer separaten Hisbollah-Erklärung.
Nach Angaben des israelischen Heimatfrontkommandos wurde im Norden Israels Luftalarm ausgelöst. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor.
Die Hisbollah ist Teil der vom Iran angeführten "Achse des Widerstands" an, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist. Außer der Miliz im Libanon gehören dazu pro-iranische Milizen im Irak, die Huthis im Jemen und die Hamas im Gazastreifen, die mit ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 den Gaza-Krieg ausgelöst hatte.
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete unterdessen ebenfalls Angriffe auf sein Territorium. Die emiratischen Luftabwehrsysteme befänden sich im Einsatz gegen "Raketen- und Drohnen-Bedrohungen", erklärte das Ministerium im Onlinedienst X, ohne zu nennen, woher die Angriffe stammten.





