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Trump werde am Mittwoch um 21.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MESZ am Donnerstag) in einer Rede an die Nation ein "wichtiges Update" zum Iran geben, teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt mit.
Am Dienstag hielt der US-Präsident noch fest, dass es für ein Ende des amerikanischen Militäreinsatzes keinen Deal mit dem Iran geben müsse. Das sei "irrelevant", da man dafür sorge, dass die Machthaber der Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten, sagte Trump. Andererseits könne es auch vor dem von ihm genannten Zeitraum für ein Ende der US-Angriffe eine Einigung geben, wenn der Iran dazu bereit sei. Sollte der Iran später wieder in der Lage sein, Atomwaffen zu entwickeln, werde es einen Präsidenten wie ihn geben, der wieder angreifen werde.
Trump bekräftigte, dass es nach dem Ende der US-Militäraktion Sache anderer Länder sein werde, Öltanker durch die Stra8e von Hormuz zu bekommen - als Beispiel nannte er etwa Frankreich. "Ich denke, es wird sehr sicher sein, aber wir haben damit nichts zu tun", sagte Trump. Chinesische Tanker etwa würden die Meerenge passieren und aufgefüllt werden und sich um sich selbst kümmern. "Wir haben keinen Grund, das zu tun."
Der Iran hatte nach Beginn der amerikanischen und israelischen Angriffe mit Attacken und Drohungen dafür gesorgt, dass kaum noch Schiffe durch die Straße von Hormuz fahren. Die Meerenge ist ein zentraler Transportweg für Erdöl und Flüssiggas aus der Region. Deswegen führt die Blockade zu steigenden Energiepreisen rund um die Welt - und Sorgen um die Konjunktur. Die USA importieren verhältnismäßig wenig Rohöl aus den Staaten des Persischen Golfs - doch steigende Weltmarktpreise treffen alle.
Der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran befindet sich in der fünften Woche. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde.
Die US-Bürger sind offensichtlich für ein rasches Ende der amerikanischen Beteiligung am Krieg gegen den Iran. 66 Prozent der Befragten sprachen sich in einer Umfrage für einen raschen Abzug aus - selbst wenn dies bedeute, dass die Ziele von Trumps Regierung nicht erreicht würden. Das ging aus einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos hervor. Insgesamt lehnten 60 Prozent der 1.021 von Freitag bis Sonntag Befragten die US-Angriffe auf den Iran ab, während 35 Prozent sie guthießen.






