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Unis kündigen Personalabbau an

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Hütter warnt vor Einschnitten
©APA, TOBIAS STEINMAURER
Die Universitäten kündigen in Folge des am Samstag bekanntgegebenen Budgets für die Jahre 2028 bis 2030 einen Abbau von Personal im Ausmaß von mindestens zehn Prozent an. Der Regierung warf die Universitätenkonferenz (uniko) aufgrund der Darstellung der Budgetzahlen ein Schönrechnen der Beträge vor. Für Donnerstag rief man gemeinsam mit der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) zu einer Demonstration auf.

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"Es handelt sich nicht um ein konstantes Budget", so uniko-Präsidentin Brigitte Hütter bei einer Pressekonferenz am Montag. "Es ist eine reale und massive Kürzung damit verbunden." In den 16 Mrd. Euro seien die Ärztegehälter bereits enthalten, auch der Ausbau der Interdisciplinary Transformation University (IT:U) Austria in Linz und der dortigen Medizinfakultät müsse daraus finanziert werden - wobei das laut Wissenschaftsministerium schon in den vergangenen Jahren der Fall war. Dazu käme laut Hütter noch die zu erwartende Inflation bzw. die daraus folgenden Gehaltssteigerungen.

Ein Dorn im Auge ist Hütter auch der "Verkauf" des Budgets durch die Regierung. "Es wird versucht, etwas Schlechtes gut dastehen zu lassen." Die Beträge des Budgets für 2025 bis 2027 seien kleingerechnet, das aktuelle Zahlenwerk für 2028 bis 2030 dagegen großgerechnet worden. "Man rechnet sich es so, wie man es gerade braucht." Im Endeffekt stelle sich aber die Frage: "Hat sich die Wissenschaftsministerin nicht eingesetzt oder hat sie sich nicht durchgesetzt?"

Mit der zur Verfügung stehenden Summe würden viele Unis ins Frühwarnsystem kommen und Sanierungsverfahren einleiten müssen, meinte Hütter. Folgen seien die Streichung von Lehrveranstaltungen, die Verschiebung oder gänzliche Streichung der Nachbesetzung von Wissenschafterstellen oder die Verschiebung der Einrichtung von Forschungsgebäuden.

Man werde vor allem bei Nachwuchswissenschaftern streichen müssen, da diese befristete Verträge haben, sowie am oberen Ende Top-Forscher verlieren, meinte der Rektor der Universität Wien, Sebastian Schütze. Gerade Disziplinen wie Experimental- oder Quantenphysik, wo man stark sei, seien teure Gebiete. Sparvorgaben für Universitäten seien zwar schon in Ordnung: "Es geht aber um Proportionalität und Verhältnismäßigkeit."

Vor Leistungseinschränkungen unter den neuen Budgetbedingungen warnte auch der Rektor der Medizin-Uni Wien, Markus Müller, einmal mehr im Ö1-"Mittagsjournal". Ob oder wie viele Arztposten im Wiener AKH, das zu hundert Prozent von der Medizin-Uni Wien gestellt wird, angesichts des vorliegenden Budgets wegfallen könnten, ist für Müller "ungeklärt". Laut aufrechtem Vertrag mit der Stadt Wien müsse er jedenfalls bis 2033 für den Betrieb des AKH 1.630 Ärzte zur Verfügung stellen. "Das ist ein enormer budgetärer Brocken und mir fehlt ehrlich gesagt bei den Summen, die hier genannt werden, die Fantasie, dass das durch Effizienzmaßnahmen anderer Universitäten eingearbeitet werden kann." Immerhin entspreche der Bedarf der Medizin-Uni Wien zur Aufrechterhaltung des Status quo der Hälfte des Gesamtbudgets der Uni Klagenfurt.

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