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Uni-Wien-Rektor warnt vor Budgeteinschnitten

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Sebastian Schütze sieht "Katastrophe" für Unis
©APA, EVA MANHART
Der Rektor der Universität Wien, Sebastian Schütze, warnt vor drohenden Einschnitten beim Universitätsbudget für die Jahre 2028 bis 2030. Bis Ende Oktober muss diese Summe gesetzlich feststehen, am Wochenende will die Regierungsspitze darüber beraten. Derzeit steht dafür eine Summe von 15,5 Mrd. Euro für alle Universitäten im Raum. "Ich würde sagen: Jeder Abschluss unter 17 Mrd. würde zu einer absoluten Katastrophe führen, einen Rückbau erzwingen", so Schütze zur APA.

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"Wir haben schon verstanden, dass es kein gutes Budget werden wird", betonte Schütze. "Und wir haben auch verstanden, dass die Universitäten etwas beitragen müssen - aber das sollte vernünftig und mit Augenmaß geschehen."

16,5 Mrd. Euro würden de facto in etwa dem derzeitigen Budget der Unis für die Jahre 2025 bis 2027 entsprechen - im Bundesfinanzrahmen sind derzeit aber nur 15,5 Mrd. dargestellt. Darin sollen nach Vorstellung der Regierung auch Mittel enthalten sein, die die Unis bisher nicht tragen mussten bzw. nicht mehr hätten tragen sollen. Das betrifft etwa die Ärztegehälter (270 Mio. Euro), weitere 450 Mio. Euro für die Finanzierung des FTI-Pakts sowie rund 175 Mio. Euro für die Interdisciplinary Transformation University (ITU) Austria in Linz. Die ITU wird zwar schon jetzt aus dem Uni-Budget finanziert. Weil sie erst vor kurzem den Betrieb aufgenommen hat, hat sie aber bisher noch kaum Kosten verursacht. Die Universitätenkonferenz hat daher von einem derzeitigen De-facto-Budget von 16,5 Mrd. Euro gesprochen, eine Inflationsabgeltung von knapp zehn Prozent über drei Jahre würde daher rund 18 Mrd. Euro entsprechen.

"Die Verantwortung ist schon hoch, ein gescheites Budget zustandezukriegen", meinte Schütze. Sämtliche Regierungen der vergangenen Jahre hätten sich - egal in welcher Konstellation - darauf verständigt, dass die Universitäten essenziell für den Wirtschaftsstandort Österreich und den Wohlstand sind. "Man hat den dringenden Nachholbedarf erkannt. Wenn jetzt das Budget nicht so ausfällt, dass wir vernünftig weitermachen können, sind die Investitionen umsonst gewesen." Die Unis würden ohnehin schon jetzt sparen - etwa durch den eigentlich als einmaligen Zuschuss gedachten Beitrag zum FTI-Pakt und die niedrigen Gehaltsabschlüsse (1,65 Prozent für heuer und 1,3 Prozent 2027, Anm.).

"Wenn es bei den angekündigten 15,5 Mrd. Budget bliebe, würde das bei vorsichtiger Annahme der Inflation auf mindestens zwölf bis 15 Prozent Kürzungen hinauslaufen", so Schütze. "In diesen Größenordnungen ist das nur durch drastischen Personalabbau möglich." Rund 70 Prozent der Kosten seien Personalaufwendungen, dazu kämen etwa noch Mieten oder Energie. "Da gibt es kaum Spielraum." Betroffen wären primär auslaufende Verträge - entweder durch Pensionierungen oder Befristungen. Letzteres beträfe vor allem Nachwuchsforscherinnen und -forscher - womit man wiederum bei der Zukunft spare.

Als "fairen Kompromiss" würde Schütze eine Summe von 17 Mrd. Euro werten. Das wären die rund 16,5 Mrd. des aktuellen Budgets plus ein gewisser Inflationsausgleich. Auf die 15,5 Mrd. Euro ein wenig draufzulegen und dann von einer Steigerung zu sprechen, wäre für Schütze nicht akzeptabel: "Dass man versucht, Zahlen schönzuschreiben und gut zu verkaufen - dafür habe ich ein gewisses Verständnis, aber am Ende muss das Budget stimmen."

Gleichzeitig pochte Schütze nach der Festlegung der Gesamtsumme auf einen größeren Anteil für die Universität Wien. "In der aktuellen Debatte bekommt man immer wieder zu hören, dass man effizient und exzellent sein soll." Hier müssten dann aber auch Taten folgen. Die Uni Wien zeichne mit 15 Prozent des Gesamtbudgets für 27 Prozent der akademischen Abschlüsse in Österreich verantwortlich und ist gleichzeitig die einzige Universität in den TOP 100. "Da könnte man daraus schließen, dass das extrem effizient ist." De facto sei aber bisher bei der Verteilung des Budgets kaum auf solche Ergebnisse Rücksicht genommen worden - vielmehr habe stets jede Uni in etwa den gleichen Anteil am Gesamtkuchen erhalten wie in der Periode davor.

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