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Vor einer Woche liefen die Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Vermittlung der USA mit ihrem Chefunterhändler Steve Witkoff. Diesmal verhandeln die Kriegsparteien ohne US-Vertreter.
Zwar sprachen die Verhandlungsteams immer wieder von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung auf ein Friedensabkommen ist bisher aber nicht in Sicht. Vor allem ist weiter die für Moskau zentrale Territorialfrage offen. Russland verlangt, dass sich die Ukraine auch aus jenen Teilen des Donbass zurückzieht, die weiter von Kiew kontrolliert werden. Präsident Selenskyj hatte solche Gebietsabtretungen wiederholt abgelehnt.
An der Spitze der ukrainischen Delegation steht Verhandlungsführer Rustem Umjerow in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Das russische Verhandlungsteam wird vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, geleitet.
Russland erklärte sich vor dem Hintergrund der Verhandlungen nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden in Kiew und anderen Städten von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen. Angriffe auf andere Ziele wurden fortgesetzt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass die begrenzte Feuerpause nur bis zu diesem Sonntag gelte, um für die Verhandlungen eine gute Grundlage zu schaffen.
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem großen Stromausfall Tausende Häuser ohne Heizung. Fast 3.500 Häuser in verschiedenen Stadtteilen der Millionenmetropole seien betroffen, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft mit. "Die Stadt, die Versorgungsbetriebe und die Energieversorger versprechen, die Situation in Bezug auf die Wärme bis morgenfrüh so weit wie möglich zu beheben. Aber das Tempo muss schneller sein", sagte Selenskyj.
Grund für die massiven Probleme in vielen Teilen des Landes war ein Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem Gebiet der Ukraine, wie Selenskyj darlegte. Es sei ein Tag im Ausnahmezustand für die Regierung, das Energieministerium, die Energieunternehmen, regionalen und lokalen Behörden gewesen. "Die Ursachen werden derzeit untersucht", sagte Selenskyj.
Womöglich sei Vereisung der Leitungen der Grund für den Kollaps gewesen. "Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine externe Einmischung oder einen Cyberangriff", sagte Selenskyj. Das Land habe auch seine Stromimporte erhöht.
Nach Angaben des Energieministeriums ist die Versorgung vielerorts inzwischen wiederhergestellt. In Kiew teilte Bürgermeister Vitali Klitschko nach einem stundenlangen Ausfall der Metro mit, dass auf allein drei Linien der Zugverkehr wieder laufe.




