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Zuvor hatte der ungarische Ölkonzern MOL mitgeteilt, dass die Ukraine die Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline wieder aufnehme. Der ukrainische Betreiber Ukrtransnafta habe die Reparaturarbeiten abgeschlossen und den seit Ende Jänner geltenden Zustand höherer Gewalt ("Force Majeure") für beendet erklärt. Die Lieferungen waren unterbrochen, nachdem ein russischer Drohnenangriff die Pipeline in der Westukraine Ende Jänner beschädigt hatte. Die slowakische Wirtschaftsministerin Denisa Sakova hatte auf Facebook mitgeteilt, dass die ukrainische Seite darüber informiert habe, dass der Druckaufbau aus Belarus am Mittwochmorgen begonnen habe.
Um die Wiederinbetriebnahme hatte es einen heftigen Streit zwischen der Ukraine und Ungarn gegeben. Zuletzt hatte vor allem der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban die Auszahlung des 90 Milliarden Euro Kredits blockiert - unter anderem mit Verweis auf die ausbleibenden Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline. Nach seiner Wahlniederlage vor eineinhalb Wochen deutete Orban an, die Auszahlung der Hilfen nicht weiter blockieren zu wollen. Die Botschafter aller 27 Mitgliedstaaten billigten schließlich am Mittwoch in Brüssel die dafür notwendige Anpassung des EU-Haushalts, wie eine Sprecherin der zypriotischen EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Die Entscheidung muss nun in einem schriftlichen Verfahren von den EU-Ländern abschließend angenommen werden.






