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Der neue Fachbereich soll zum 1. Oktober offiziell an den Start gehen und acht Professuren umfassen. Mit dem Statuswechsel ist vor allem mehr Eigenständigkeit verbunden. Die Fakultät erhält unter anderem das Recht, eigenständig Promotionen und Habilitationen durchzuführen sowie über Berufungen und akademische Strukturen selbst zu entscheiden. Bisher waren solche Verfahren an andere Fachbereiche angebunden. Voraussetzung für die Gründung war nach Angaben der Universität der Aufbau einer ausreichenden personellen Ausstattung.
Khorchide bezeichnete die neue Fakultät als wichtiges Signal für Muslime in Deutschland und Europa. Sie ermögliche eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Islam auf Augenhöhe mit christlicher Theologie. Das Projekt sei ein "Leuchtturm für einen aufgeklärten, weltoffenen Islam". Zugleich solle die Einrichtung stärker in gesellschaftliche Debatten hineinwirken, etwa bei Fragen von Integration, Extremismusprävention oder religiöser Bildung, so der bisherige Direktor des Zentrums für Islamische Theologie.
22.04.2026, Nordrhein-Westfalen, Münster: Blick auf das Schloss zu Münster vor der Studentinnen gehen. Die Universität Münster informiert über die Gründung der ersten Islamisch-Theologischen Fakultät an einer deutschen Hochschule. Die Uni Münster startet mit der Fakultät am 1. Juli 2026. Foto: Lars Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++





