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Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge gab es zudem zahlreiche Einschläge in mehr als einem Dutzend Regionen. Im Gebiet Dnipropetrowsk seien drei weitere Menschen getötet worden. Es sei eine "gezielte Eskalation" Russlands nach der Lockerung von Sanktionen durch die USA. "Es ist wichtig, dass sich alle in Amerika nicht auf die Seite des Angreifers stellen, sondern auf die Seite unseres Kampfes um das Leben und unserer Bemühungen, diesen Krieg zu beenden und Sicherheit zu gewährleisten", schrieb der Staatschef in sozialen Netzwerken.
Im an Kirowohrad angrenzenden Gebiet Poltawa wurden nach Angaben des staatlichen Energieunternehmens Naftogaz Gasförderanlagen von Drohnen angegriffen. Demzufolge gab es Schäden an der Ausrüstung, und die Fördertätigkeit wurde vorerst eingestellt. Die Mitarbeiter seien jedoch unversehrt.
In der Nacht auf Donnerstag setzte das russische Militär der ukrainischen Luftwaffe zufolge 580 Drohnen unterschiedlichen Typs und 2 Raketen gegen Ziele in der Ukraine ein. 536 Drohnen konnten demnach rechtzeitig abgefangen werden. Dennoch habe es an 31 Orten Einschläge gegeben. Dazu hätten herabstürzende Trümmer an elf weiteren Stellen Schäden verursacht, hieß es.
Unterdessen will die Ukraine sechs russische Kampfflugzeuge des Typs Suchoi Su-34M auf einem Flugplatz in Westrussland beschädigt haben. Dabei seien "Neptun"-Marschflugkörper eingesetzt worden, teilte die ukrainische Marine in sozialen Netzwerken mit. Attackiert wurde demnach der mehr als 340 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernte Militärflugplatz Borissoglebsk im russischen Gebiet Woronesch.
In der Nacht kursierten in sozialen Netzwerken nicht überprüfbare Fotos von Bränden, die den Angriff belegen sollen. Russische Militärblogger bestätigten den Angriff samt Schäden.
Die russische Luftwaffe setzt Su-34-Jagdbomber für den Abwurf von Gleitbomben ein. Die mit Flügelkonstruktionen versehenen Bomben werden von den Kampfbombern aus großer Höhe und Dutzende Kilometer entfernt von der gegnerischen Flugabwehr auf Ziele abgeworfen. Nach ukrainischen Angaben setzt Russland durchschnittlich täglich 200 Gleitbomben gegen Ziele in der Ukraine ein. Ein Verlust von gleich sechs Kampfflugzeugen würde die russische Luftwaffe erheblich schwächen.
Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion.
