ABO

Tote durch ukrainische Drohnenangriffe im besetzten Donezk

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Dronen dominieren mittlerweile den Krieg in der Ukraine
©Afp, APA, YURIY DYACHYSHYN
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk sind nach Angaben der dortigen Behörden drei Menschen getötet worden. Die Mitarbeiter eines Wasserversorgers seien in einem Auto in Wuhlehirsk nördlich der Stadt Donezk unterwegs gewesen, als dieses von Drohnen getroffen worden sei, teilte der von Russland eingesetzte Verwaltungschef Denis Puschilin über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.

von

Ein vierter Mann sei schwer verletzt worden. Auch in der russischen Grenzregion Brjansk kam nach Angaben des amtierenden Gouverneurs Jegor Kowaltschuk ein Mensch bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Dorf ums Leben.

Die russische Luftabwehr fing nach Angaben des Gouverneurs Andrei Botscharow ukrainische Drohnen ab, die auf Energieanlagen und zivile Infrastruktur in der Region Wolgograd zielten. Dabei sei ein Wohnhaus getroffen worden, es gebe nach ersten Erkenntnissen aber keine Opfer, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Politiker. In der Region Wolgograd befindet sich eine große Raffinerie des russischen Energiekonzerns Lukoil.

In der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine schlug indes eine russische Drohne in ein Wohnhaus ein und verletzte zwei Menschen leicht. Die Drohne habe am frühen Freitagmorgen ein Apartment im zehnten Stock getroffen und ein Feuer ausgelöst, teilte die rumänische Katastrophenschutzbehörde auf Facebook mit. Die gesamte Sprengladung der Drohne sei detoniert. Rund 70 Menschen seien in Sicherheit gebracht und der Brand gelöscht worden. Weitere Details zu der Drohne nannte die Behörde zunächst nicht.

Bei einem weiteren Zwischenfall wurde dem Sender TVR zufolge bereits am späten Donnerstagabend eine Drohne ohne Sprengladung im Nordwesten Rumäniens gefunden. Das Gebiet um die Ortschaft Basesti im Kreis Maramures sei gesichert worden, berichtete der Sender unter Berufung auf örtliche Behörden. Die Herkunft des Fluggeräts mit einer Spannweite von etwa drei Metern werde untersucht.

Unterdessen griffen Drohnen in den frühen Morgenstunden des Freitags das Gebiet um den ukrainischen Hafen Ismajil in der südlichen Oblast Odessa an. Die Stadt liegt nur etwa 90 Kilometer von Galati entfernt direkt an der rumänischen Grenze. Eine der Drohnen habe sich in Stromleitungen verfangen, wodurch die Versorgung in fünf Dörfern vorübergehend unterbrochen worden sei, teilten die dortigen Behörden über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ismajil beherbergt den größten ukrainischen Hafen an der Donau und ist als strategisch wichtiger Ort häufig Ziel von Angriffen.

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER