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Für die Auswertung verglich OGM einerseits seine Umfragedaten aus der Zeit des Amtsantritts Bablers im Juni 2023 (23-24 Prozent) mit den aktuellen Daten (13-14 Prozent). Außerdem verfügt das Institut über Längsschnittdaten aus mehr als 100 repräsentativen OGM-Sonntagsfragen seit 2023. Daraus wurden als Basis der Analyse 1.074 Personen ausgewertet, die 2023 noch angaben, die SPÖ zu wählen, und seither bei anderen Parteien angedockt sind bzw. gar nicht wählen wollen. Es wurden also dieselben Personen wiederholt befragt. Ein Prozentpunkt in der Sonntagsfrage entspricht dabei in etwa 50.000 Wählerinnen und Wählern.
Eine ähnliche Analyse hatte OGM schon Anfang 2026 durchgeführt. Dabei ergab sich ein ähnliches Bild. Ans linke Lager hatte die SPÖ damals praktisch gleich viel verloren wie jetzt - mittlerweile profitiert aber offenbar die KPÖ etwas stärker als damals (50.000), während die Grünen etwas weniger gewannen als Anfang des Jahres (155.000). Die NEOS räumten Anfang des Jahres (80.000) noch stärker ab als jetzt, gleiches gilt für die FPÖ (120.000). Der Wert für die ÖVP blieb gleich.
In der noch verbliebenen SPÖ-Wählerschaft erkennt OGM-Analyst Johannes Klotz zwei Gruppen und ein Dilemma: "Junge, prononciert links geprägte Städter und ältere Stammwähler 65 plus. Also schwierig, diese beiden heterogenen Gruppen programmatisch anzusprechen."
