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Der bei Papst Leo XIV. festgestellte Lungenknoten wurde bei routinemäßigen Kontrolluntersuchungen entdeckt, teilte die Pressestelle des Vatikans auf Nachfrage von Journalisten am Montag mit. Demnach wurde der Befund im Rahmen einer regulären Vorsorgeuntersuchung festgestellt und nicht aufgrund akuter Beschwerden, die weitere Untersuchungen erforderlich gemacht hätten, etwa einer Entzündung oder einer Infektion.
Wegen des Krankenhausaufenthaltes von Papst Leo XIV. ändert sich der Ablauf des aktuellen internationalen Bischofstreffens zu Ehe und Familie im Vatikan. So sagte der Papst seine für Mittwochvormittag geplante Teilnahme am Abschlussgottesdienst auf dem Petersplatz ab. Stattdessen habe er den neuen Kardinaldekan der katholischen Kirche, den philippinischen Kurienkardinal Luis Tagle damit beauftragt, den Gottesdienst zu leiten. Leo XIV. hatte Kardinal Tagle erst vergangene Woche als Vorsitzenden dieses wichtigen Gremiums bestätigt, das unter anderem nach dem Tod eines Papstes interimistisch die Kirche leitet.
Die Ankündigung von Papst Leo XIV., sich in am Dienstag einem Lungeneingriff unterziehen zu müssen, hat eine Welle von Genesungswünschen ausgelöst. Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri schrieb, er wünsche ihm von Herzen baldige Genesung.
Die peruanischen Bischöfe riefen alle Katholiken auf, sich im Gebet für die Gesundheit von Papst Leo XIV. zu vereinen. In einer Erklärung hoben die Bischöfe laut dem katholischen Nachrichtendienst SIR die "Standhaftigkeit und Demut" hervor, mit der der Papst die Nachricht von dem Eingriff mitgeteilt habe. Auch das Erzbistum Lima rief die Gläubigen zum Gebet auf: "Bitten wir den Herrn der Wunder um seine baldige Genesung."
Peru, wo Robert Francis Prevost als Missionar tätig war und als Bischof von Chiclayo wirkte, ist die letzte Station der Apostolischen Reise, die Leo XIV. vom 6. bis zum 17. November auch nach Uruguay und Argentinien führen soll. Bereits am Ende des Angelusgebets am Sonntag hatte der Papst Vertreter von Perus religiöser Bruderschaft des Herrn der Wunder (Hermandad del Señor de los Milagros) in Rom begrüßt und sich für die Gebete im Vorfeld seines Pastoralbesuchs in Peru bedankt.
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Papst Leo XIV. eine rasche Genesung gewünscht. Zugleich dankte er dem Pontifex für dessen unermüdliche Friedensappelle. Dies teilte die ukrainische Botschaft beim Heiligen Stuhl mit.
Vor dem römischen Gemelli-Krankenhaus haben sich bereits zahlreiche Kamerateams, Fotografen und Fernsehmoderatoren positioniert, um über den bevorstehenden Klinikaufenthalt von Papst Leo XIV. zu berichten. Auch Mitarbeiter des Vatikans sind bereits vor Ort. Sie sichern diskret einige der reservierten Zufahrten zum Krankenhaus. Im übrigen Klinikbereich herrscht unterdessen der übliche Betrieb. Das Gemelli-Krankenhaus ist eines der größten Krankenhäuser der italienischen Hauptstadt.
Im zehnten Stock, wo sich die für Krankenhausaufenthalte der Päpste vorgesehene Wohnung befindet, sind die Zugänge bereits gesperrt worden. Die Vorbereitungen erfolgen jedoch weiterhin mit großer Diskretion. Die Poliklinik liegt nur einige Kilometer vom Vatikan entfernt am nördlichen Stadtrand von Roms und ist deshalb schnell erreichbar. Das Krankenhaus wurde 1964 eröffnet. Es gehört zur katholischen Universität "Sacro Cuore" und gilt als eine der besten Kliniken Roms.
Der Name geht auf den Franziskaner-Mönch Agostino Gemelli zurück, der die katholische Universität 1921 gegründet hatte. Das Krankenhaus liegt auf den Hängen des Hügels Monte Mario und erstreckt sich mitsamt Park und Kirche über 37 Hektar Fläche.
Pope Leo XIV delivers his speech during the weekly general audience at St Peter's Square in the Vatican on October 7, 2026. (Photo by Andreas SOLARO / AFP)
