von
"Präsident Selenskyj hat Norwegen und Finnland gebeten, ein Treffen im Rahmen der laufenden diplomatischen Bemühungen zu einem für die Ukraine kritischen Zeitpunkt zu organisieren", erklärte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Store. Ziel sei es, den Prozess in konstruktivere Bahnen zu lenken. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen Washington und Kiew statt. Die Ukraine wirft der US-Regierung vor, eine Drosselung des militärischen Satellitensystems Starshield des Unternehmens SpaceX angeordnet zu haben.
Darüber hinaus hätten die USA den Austausch von Geheimdienstinformationen eingeschränkt und die Lieferung von Patriot-Luftabwehrraketen verzögert, die von anderen Ländern bezahlt worden seien. Selenskyj erklärte am Dienstag, er habe ein "gehaltvolles" Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio geführt. Dabei sei es um Abfangraketen, Frühwarnsysteme zur Erkennung russischer Angriffe und die Wiederherstellung von Starlink und Starshield gegangen. "Natürlich geschieht dies alles vor dem Hintergrund unserer diplomatischen Initiativen, diesen schrecklichen Krieg und das tägliche Sterben zu beenden", schrieb Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst X.
An dem Treffen in Oslo nimmt auch der finnische Präsident Alexander Stubb teil. Es solle über den "illegalen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und die allgemeine Sicherheitslage in Europa" gesprochen werden, erklärte Stubb. Für den späteren Dienstagnachmittag ist eine gemeinsame Pressekonferenz von Selenskyj, Stubb und Store geplant. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Montag berichtet, dass ein Treffen Selenskyjs mit den beiden US-Vertretern in dieser Woche in Norwegen erwartet werde und auch europäische Regierungsvertreter teilnehmen sollen.
