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Russland könne nicht mehr Territorium besetzen als die Ukraine zurückerobere. "Daher denke ich, dass wir einen diplomatischen Weg finden müssen - hinsetzen und verhandeln - bis Anbruch des nächsten Winters", sagte Selenskyj. Allerdings sei dazu innerer Druck auf Kremlchef Wladimir Putin ebenso nötig wie mehr Sanktionsdruck durch die USA und Europa. Auch Europa müsse mit am Verhandlungstisch sitzen, möglicherweise in einem Dreierformat von Großbritannien, Frankreich und Deutschland.
Bisherige Verhandlungs- oder Vermittlungsversuche sind an den Maximalforderungen Moskaus gescheitert. Zu diesen gehört unter anderem, dass Kiew seine Armee aus den bisher nicht von Russland eroberten Gebieten im Donbass, den die Regionen Donezk und Luhansk bilden, abzieht.
Selenskyj kritisierte die Lockerung von Sanktionen gegen Russland angesichts der Erdölkrise, hervorgerufen durch den Krieg der USA gegen den Iran. "Sanktionen aufheben bedeutet, russischen Soldaten zu helfen, indem man der russischen Industrie hilft", sagte er. Durch die Lockerung der Sanktionen gegen Moskau habe es keine Überraschungen wie niedrigere globale Preise für Öl, Benzin oder Diesel gegeben. Vielmehr sei diese Lockerung seiner Meinung nach ein Weg, um den Dialog mit Russland aufzubauen. "Aber dies ist nicht die richtige Herangehensweise, denn sie (die Russen) verstehen keine Worte oder Empathie und sehen es als Zeichen der Schwäche."
Ukraine's President Volodymyr Zelensky arrives at the Roosevelt Foundation's International Four Freedoms Awards ceremony in Middelburg on April 16, 2026. (Photo by NICOLAS TUCAT / AFP)





