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Selenskyj: Erneut keine Warnung vor Angriffen erhalten

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Schäden in der U-Bahn-Station
©Handout, Afp, Ukrainian State Emergency Servic, APA
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagt, dass sein Land vor den jüngsten russischen Angriffen auf den Energiesektor erneut keine Vorwarnung von seinen Verbündeten erhalten habe. In der Nacht habe Russland 16 ballistische Raketen und mehr als 200 Drohnen verschiedener Typen, darunter strahlgetriebene Shahed-Drohnen, abgefeuert, teilte Selenskyj am Montag auf Telegram mit. In Kiew wurde eine U-Bahnstation angegriffen und dabei eine Frau getötet.

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US-Außenminister Marco Rubio wies die Anschuldigungen über zurückgehaltene Informationen am Montag zurück. "Es gab keine Unterbrechung", sagte er vor Reportern in Usbekistan. Er zeigte sich von Selenskyj irritiert. Zugleich sagte er, es habe "vor einigen Nächten ein Softwareproblem" beim ukrainischen Frühwarnsystem gegeben.

Die ukrainische Luftwaffe schwächte Selenskyjs Kritik wenig später ab. Luftwaffensprecher Jurij Ihnat erklärte im örtlichen Nachrichtenfernsehen, dass in der Nacht keine rechtzeitige Warnung vor der ersten Welle ballistischer Raketen erfolgt sei. Demnach gab es jedoch vor der zweiten Angriffswelle eine Information von den Verbündeten. Dies sei bereits mehrfach der Fall gewesen. Zur möglichen Ursache machte Ihnat keine Angaben.

Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko eine U-Bahnstation auf dem linken Flussufer beschädigt. Eine 21-jährige Frau sei bei dem Angriff ums Leben gekommen, drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Außerdem seien bei dem Angriff eine medizinische Einrichtung und ein Gebäude beschädigt worden.

Bei einem russischen Raketenangriff sind in der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Der Angriff galt demnach einem nicht näher bezeichneten Industrieunternehmen. Die Heimatstadt von Selenskyj ist knapp 70 Kilometer von der russisch-ukrainischen Frontlinie entfernt.

Bei den nächtlichen Angriffen wurden laut Selenskyj mehr als zehn Energieanlagen beschädigt. Mindestens 550.000 Haushalte seien ohne Strom, fügte er hinzu. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen die russische Invasion und ist bei der Abwehr oder zumindest der Vorbereitung auf Angriffe mit schnellen ballistischen Raketen aus Russland auf Informationen eines hochmodernen US-Frühwarnsystems angewiesen.

Die Regierung in Moskau bestätigte, dass die russischen Streitkräfte einen schweren Angriff auf Ziele in Kiew und in der Umgebung der ukrainischen Hauptstadt verübt hatten. Die Attacken hätten sich gegen militärisch-industrielle Anlagen, Lagerstätten für Marschflugkörper und Drohnen sowie Rechenzentren gerichtet, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Außerdem hat Russland nach eigenen Angaben erneut ein Schiff im Schwarzen Meer attackiert. Der Angriff habe einem Frachter mit Militärgütern an Bord gegolten, teilte das Verteidigungsministerium mit. Das Schiff habe sich südwestlich der Hafenstadt Odessa befunden.

This handout photograph taken and released by Ukraine's Emergency Service on October 19, 2026, shows damaged metro gates at a metro station following an alleged Russian ballistic missile attack in Kyiv, amid the Russian invasion of Ukraine. (Photo by Handout / Ukrainian State Emergency Service / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / UKRAINIAN STATE EMERGENCY SERVICE/" - HANDOUT - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS - AFP CANNOT INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY OR LOCATION, DATE, AND CONTENT OF THESE IMAGES. /

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