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"Der gesamte Staat tut alles Erdenkliche, um die Verletzten und die Angehörigen der Opfer zu unterstützen, die Ursachen des Unglücks aufzuklären und wenn nötig sicherzustellen, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird - und wird dies auch weiter tun", versicherte der sozialistische Ministerpräsident. Er steht unter dem Druck der rechten und rechtsextremen Opposition, die den Rücktritt von Verkehrsminister Oscar Puente, aber auch des Regierungschefs selbst gefordert hatte.
Am Montag hatte Sánchez' Regierung mit den Bahngewerkschaften vereinbart, 1,8 Milliarden Euro in die Bahn zu investieren, um die Instandhaltung und die Sicherheit zu verbessern und dort 3.650 neue Stellen zu schaffen. "Es bleibt noch Arbeit zu tun, ohne jeden Zweifel, und auch viel zu verbessern", sagte Sánchez nun vor den Abgeordneten. Seine Regierung habe seit 2018 die Investitionen in die Bahninfrastruktur aber bereits nahezu verdreifacht.
Am 18. Jänner war auf der Strecke zwischen Madrid und Sevilla ein Hochgeschwindigkeitszug des privaten Bahnunternehmens Iryo im andalusischen Adamuz auf gerader Strecke entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug der spanischen Staatsbahn Renfe zusammengestoßen, der ebenfalls entgleiste. Dabei kamen 46 Menschen ums Leben, mehr als 120 Insassen wurden verletzt. Erste Ermittlungen deuten auf einen Schienenbruch auf dem erst kürzlich sanierten Streckenabschnitt als Unglücksursache hin. Nur zwei Tage später entgleiste in Katalonien ein weiterer Zug. Der Lokführer starb, mehrere weitere Insassen wurden verletzt.
Oppositionschef Alberto Núñez Feijóo von der konservativen Volkspartei (PP) warf der Regierung am Mittwoch vor, bei dem Vorfall in Adamuz habe es sich um einen "vermeidbaren Unfall, keine unvorhersehbare Katastrophe" gehandelt. Daher hätte Sánchez "um Verzeihung bitten und die Konsequenzen ziehen" müssen. Schließlich hätten die Behörden unter dessen Führung "Russisch Roulette mit der Sicherheit" von Spaniens Bürgerinnen und Bürgern gespielt, sagte Núñez Feijóo.






