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Aber Nowaks Äußerungen bedeuten eine Umkehrung der Moskauer Informationspolitik. Bisher wurden Angriffe der Ukraine auf Ölanlagen oder Fabriken meist durch Videos in sozialen Medien bekannt, verbreitet auf russischen und ukrainischen Telegramkanälen. Die regionalen Behörden sprachen ausweichend von Bränden in Industrieobjekten, die Moskauer Regierung äußerte sich nur selten. Nun äußert sich Nowak direkt; dafür fehlen im Internet Hinweise auf die Angriffe.
In der Ukraine wurde Nowaks Äußerung sofort als Falschinformation bezeichnet. Raffinerien seien nicht angegriffen worden, sagte Dmytro Lytwyn, der Kommunikationsberater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, dem Nachrichtenportal "Ukrajinska Prawda". Einen erfolgreichen Angriff habe es hingegen auf ein Datenverarbeitungszentrum gegeben.
Moskau hat derzeit ein Interesse daran, der Ukraine Verstöße gegen die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen vorzuwerfen. Trump versucht ukrainische Attacken auf Raffinerien im russischen Hinterland zu stoppen, weil er sie für die weltweit hohen Dieselpreise verantwortlich macht - nicht seinen eigenen Krieg gegen den Iran.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat die Ukraine ihre Angriffe auf die russische Ölindustrie ausgesetzt. Sie erwarte auch einen Stopp der russischen Angriffe auf die Energieversorgung der Ukraine. Moskau setzt diese Raketen- und Drohnenangriffe aber fort.
Russia's Deputy Prime Minister Alexander Novak looks on as Russia's President Vladimir Putin (not pictured) and Togo's President of the Council of Ministers Faure Gnassingbe (not pictured) meet at the Kremlin in Moscow on November 19, 2025. (Photo by Ramil Sitdikov / POOL / AFP)
