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"Wir sind morgen bereit, äußerst konsequent durchzugreifen und nichts zu tolerieren." Behörden, Geschäfte und Kultureinrichtungen rüsten sich trotz der angekündigten Einschränkungen für ein unruhiges Wochenende. In Paris kündigten unter anderem das Kunstmuseum Louvre und die Fondation Louis Vuitton nach den gewaltsamen Protesten der Vorwoche an, am Samstag nicht zu öffnen. Die Kunstmesse Art Basel Paris bleibt am gesamten Wochenende geschlossen.
Die größte studentische Gewerkschaft UNEF rief für Samstag zu Kundgebungen auf. Außerdem plant die "Gelbwesten"-Bewegung einen Marsch durch das Zentrum der Hauptstadt. Präsident Emmanuel Macron hatte am Donnerstag angekündigt, nicht genehmigte Demonstrationen auflösen zu lassen.
Macron wollte sich am Freitag mit Studentenvertretern treffen. Die UNEF erklärte, an den Protesten gegen Lehrermangel und marode Schulen festzuhalten. Die Generalsekretärin der Gewerkschaft CFDT, Marylise Léon, sagte dem Sender TF1, die Einschränkung des Demonstrationsrechts sei kontraproduktiv. Die Behörden in Marseille und Lyon verboten alle für Samstag geplanten Kundgebungen.
Unterdessen stellt sich die Stadt Orléans im Zentrum des Landes auf Unruhen ein. Dort ist ein Treffen der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National geplant, gegen das Demonstrationen angekündigt sind.
Seit vergangenem Samstag wurden dem Justizminister zufolge rund 2.700 Menschen festgenommen. Die Proteste richten sich gegen Kürzungen im Haushalt. Darüber hinaus fordern die Demonstranten höhere Löhne angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten. Die Regierung verweist dagegen auf die Notwendigkeit, die Staatsausgaben zu begrenzen, um die Kreditkosten zu kontrollieren.
Die Risikoaufschläge für französische Staatsanleihen stiegen am Donnerstag zwischenzeitlich auf den höchsten Wert seit November 2011. Eine Entscheidung der Ratingagentur Moody's zur Kreditwürdigkeit Frankreichs wird am späten Freitagabend erwartet.
In Österreich wurde diese Woche bereits demonstriert. Tausende folgten am Donnerstag dem Aufruf der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) und forderten bei einer Demo in Wien die nachträgliche Erhöhung des Uni-Budgets. Nennenswerte Vorfälle gab es keine, weshalb die Polizei von einem "friedlichen Verlauf" sprach.
